Fahrradstraße in Kessenich

Während sich das offizielle Fahrradstraßen-Konzept aktuell noch in der politischen Beratung in den Bezirksvertretungen befindet, interessieren sich immer mehr Bonner Bürgerinnen und Bürger für das Konzept und speziell auch Anwohnerinnen und Anwohner der vom ADFC vorgeschlagenen Fahrradstraßen sind interessiert, zu erfahren, was sie zukünftig erwartet, und welche Änderungen mit der Einführung einer Fahrradstraße verbunden sind.So informierte sich schon frühzeitig vor einigen Wochen David P. Fischer vom Kessenicher Infopoint über die möglichen Vor- und Nachteile und stellte kritische Nachfragen zu der möglichen Umwandlung der Burbacher Straße in eine Fahrradstraße. Andreas Falkowski (Ausschussmitglied im Verkehrsausschuss, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Das offizielle Konzept befindet sich im Moment in den politischen Gremien zur Beratung und Abstimmung. Eine wichtige Verbindung aus mehreren Fahrradstraßen führt auch von der Bonner Innenstadt durch Kessenich. Hier ist die Burbacher Straße betroffen. Allerdings würde sich in der Burbacher Straße als Fahrradstraße nicht wirklich viel ändern: Sie würde für den Autoverkehr weiterhin unverändert frei nutzbar bleiben. Im Kessenicher Ortskern und speziell vor den Geschäften müssten laut dem Gutachten keine Parkplätze wegfallen. In den Fahrradstraßen hätten Radfahrer zukünftig lediglich Vorrang und dürften dann legal auch neben einander fahren. Für die Burbacher Straße würde dies auch keinerlei Geschwindigkeitseinbußen bedeuten, da auch heute hier schon kaum schneller gefahren werden kann. Es ist dringend notwendig, dass die Stadtverwaltung Ihrer Informationspflicht gegenüber den Anfragen der Bürgerinnen und Bürger nachkommt und alle Interessierten ausführlich über das vorliegende Konzept informiert, um eventuelle Bedenken zu entkräften und klarzustellen. Allerdings sollte aus unserer Sicht dieses Informationsbedürfnis in speziellen Straßen auf keinen Fall die Umsetzung des Fahrradstraßenkonzepts in anderen Straßen, die von den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von der Stadtverwaltung und der Politik als problemlos gelten, unnötig verzögern und aufhalten. Wir halten es für richtig, dass sich die Bezirksvertretungen mit dem Thema und mit konkreten Vorschlägen beschäftigen. Aber hier gibt es erheblichen Informationsbedarf auf Seiten der Politik. Deshalb regen wir dringend an, dass die Verwaltung alle Mitglieder der vier Bezirksvertretungen zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung zum Hintergrund von Fahrradstraßen einlädt. Dabei sollten auch bisherige „Kritiker“ ein Rederecht erhalten, um eine objektive Information zu gewährleisten.“David P. Fischer (Infopoint Kessenich): „Die Anwohner und Einzelhändler in Kessenich machen sich bereits Sorgen und haben Bedenken geäußert, ob sie und ihre Kunden zukünftig noch problemlos zu den Kessenicher Geschäften kommen würden, doch all unsere Bedenken konnten ausgeräumt werden, so dass ich nun alle Kessenicher vorerst beruhigen kann.“Auch der Kessenicher Ortsausschuss hat bereits in einem Gesprächstermin diesbezüglich mit dem GRÜNEN Ausschussmitglied, Andreas Falkowski, und mit dem ADFC nähere Informationen zu dem Fahrradstraßenkonzept erhalten. Wichtig ist nun vor allem, dass alle aufkommenden Fragen, Bedenken etc. ernst genommen werden und versucht wird, diese Bedenken wenn möglich auszuräumen, und dass die Bonner Bürgerinnen und Bürger über das Thema „Fahrradstraßen“ noch besser informiert werden.

 

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