Festspielhaus ein Danaergeschenk?

?Es gibt für das geplante Festspielhaus nach wie vor kein inhaltliches Konzept. Wir sind der Meinung, dass ein vernünftiges Baukonzept erst dann entwickelt und der zu erwartende Zuschussbedarf erst dann errechnet werden können, wenn die inhaltlichen Eckpunkte klar sind. Auch der Umstand, dass die Konzertlandschaft in  NRW bereits über 10 000 Sitzplätzen verfügt, macht gerade die inhaltliche Ausrichtung zur zentralen Frage, wenn das Festspielhaus ein Erfolgsmodell werden soll.

 

Der Grundsatzbeschluss ist unverantwortlich und mit enormen Risiken für die Stadt verbunden. Nach wie vor fehlen konkrete Belege darüber wie und von wem genau die Bausumme in Höhe von 60 ? 80 Millionen aufgebracht werden wird. Hier müssen bis zur Sitzung des Hauptausschusses konkrete Zusagen auf den Tisch. Auch für die errechneten Bauunterhaltungs- und Baubewirtschaftungskosten in Höhe von 4,9 Mio Euro, sind im Kern erst 5% der Kosten über die Zusage der Sparkasse KölnBonn, in den nächsten 5 Jahren 5 Millionen Euro als Stiftungskapital zur Verfügung zu stellen, gedeckt. Hinzu kommen erhebliche Kosten für den künstlerischen Betrieb eines Hauses mit 1800 Sitzplätzen, die in der Verwaltungsvorlage unbeziffert bleiben. Angesichts des fehlenden Stiftungskapitals ist das angestrebte Ziel der Verwaltung, ?keine zusätzlichen Belastungen für den städtischen Haushalt zu veranlassen? nicht mehr als ein frommer Wunsch. Das Projekt kann ohne konkrete weitere Zusagen von Sponsoren nur allzuleicht zum Danaergeschenk werden.

 

Auch konzeptionelle Überlegungen  zur ?Baustelle Oper?, deren teure Sanierung ansteht, sucht man in der Vorlage vergeblich. DIE GRÜNEN werden weiterhin auf die Beantwortung Ihres bereits eingebrachten Fragenkatalogs beharren und dem vorliegenden ?ungedeckten Scheck? auf die Zukunft der Bonner Kultur die Zustimmung verwehren.?

 

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