Festspielhaus: Fakten Fehlanzeige!

Ganz anders und im krassen Widerspruch verhält es sich, wenn es um die Beantwortung von grundlegenden und rudimentären Fragen zu diesem Projekt geht?

 

So behaupte die Verwaltung nach wie vor, die Vorstellungen und Anforderungen der potenziellen Bausponsoren nicht zu kennen, die finanziellen Erfordernisse und wer sie stemmen solle, sei derzeit unbekannt.

 

?Als Standort favorisiert man das Gelände der Beethovenhalle, ohne das bisher allerdings auch nur irgendjemand  eine Ahnung davon hat, wie  dies unter Wahrung des vollen Denkmalschutzes der alten Halle möglich sein soll und ein inhaltliches Konzept gibt es bisher nicht ? Fehlanzeige,? so Frau Mengelberg

 

Heftig kritisierten die GRÜNEN das Ansinnen der übrigen Fraktionen und der OB, die Diskussionen um das Festspielhaus von der Öffentlichkeit abzuschotten.

 

?Die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf zu erfahren, warum in der Bonner Kulturlandschaft gerade aus Mangel an Finanzen ein tief greifendes Sparkonzept realisiert wird, das der Tanzsparte den Garaus gemacht, Schauspiel und Orchester gravierende Kürzungen beschert und nicht wenige Kulturschaffende in die Arbeitslosigkeit schickt, während man gleichzeitig von einem  Megaprojekt träumt, in dem jährlich 120 Veranstaltungen auf Weltniveau stattfinden sollen, das mit Sicherheit mit Millionenbeträgen aus den gleichen öffentlichen Kassen bedient werden müsste, deren spärlicher Inhalt doch eben noch für das Sparkonzept verantwortlich zeichnete;? sagte Frau Mengelberg.

 

Es sei ein krasser  Widerspruch, dass allein auf der Bonner Oper ein Sanierungsstau von 25 Millionen Euro lastet, sich die Beethovenhalle wie so manches andere öffentliche Gebäude der Stadt in einem jämmerlichen Zustand befinden und gleichzeitig an einem Megagebäude geplant werde, bei dem es auf 10-15 Millionen mehr oder weniger dem Vernehmen nach nicht weiter ankomme.

 

Für Irritationen sorgt bei den GRÜNEN auch ein Brief von Finanzminister Peer Steinbrück in dem dieser dem Bonner Kulturrat mitteilt, dass er die Konditionen des Zuflusses der 39 Bundesmillionen unmittelbar mit diesem klären wolle.

 

?Vielleicht stellen wir dann unsere nächste Große Anfrage zum Thema auch gleich an den Bonner Kulturrat,? sagte Frau Mengelberg. ?Schließlich ist zu diesem Thema derzeit offenbar kaum jemand so schlecht informiert, wie die Bonner Stadtverwaltung.

 

Fragen Festspielhaus

 

Rede der Stadtverordneten Gisela Mengelberg

 

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