Festspielhaus: OB und Verwaltung kommen in der Realität an

Ein effektives, planmäßiges, gemeinsames Projektmanagement von Stadt und DAXen habe über Jahre nicht stattgefunden, Alternativen seien nie ernsthaft diskutiert worden. Die GRÜNEN zeigten sich erfreut, dass die DAXe weiterhin bereit seien, sich zu ihrem Standort zu bekennen und die Stadt maßgeblich bei ihren Zukunftsplanungen zu unterstützen. Jetzt gelte es den Scherbenhaufen aufzufegen und realistische Planungen für die Zukunft aufzulegen. Einen neuen Schnellschuss dürfe es nicht noch einmal geben.„Wir haben von Anfang an kritisiert, dass bei diesem Projekt das ´Pferd vom Schwanz aufgezäumt` worden ist, “ sagte die kulturpolitische Sprecherin Gisela Mengelberg. „Es gab über Jahre kein ausgegorenes inhaltliches Konzept, kein Betriebskonzept oder eine seriöse Grundlage für die notwendige finanzielle städtische Unterstützung, wie wir sie von Anfang an eingefordert haben.“Stattdessen habe man versucht, mit Grundsatzbeschlüssen und unrealistischen Annahmen an der Bevölkerung vorbei, Fakten zu schaffen.„Das musste schiefgehen“, sagte Frau Mengelberg. „Anstatt sich mit dem ´Pfund Beethoven` weiter zu profilieren, hat sich die Stadt gründlich blamiert.“Besonders ärgerlich sei es, so die GRÜNEN, dass die Bonner Beethovenhalle von vielen Festspielhausbefürwortern in unerträglicher und überzogener Art und Weise schlecht geredet worden sei. „Das wird die Weiterentwicklung der Beethovenstadt Bonn nicht gerade leichter machen“, sagte Frau Mengelberg.Scharf kritisierten die GRÜNEN das Informationsmanagement von OB Jürgen Nimptsch. „Seit seinem Amtsantritt hat der OB im Zusammenhang mit dem Festspielhaus von einer Jahrhundertentscheidung gesprochen, in die die Bürgerinnen und Bürger eng einbezogen werden müssten“, sagte Fraktionssprecherin Doro Paß-Weingartz. „Jetzt hält er es offenbar nicht einmal für nötig, den Rat und Fraktionen als Vertreter der Bürgerschaft in diese  Entscheidung maßgeblich einzubinden. Nimptsch benimmt sich wie in einer Präsidialdemokratie – davon hatten wir unter seiner Vorgängerin schon genug.“Die GRÜNEN wollen gemeinsam mit der CDU dafür sorgen, dass der OB morgen im Hauptausschuss Rede und Antwort zum Thema steht.                                          „Für die Zukunft brauchen wir jetzt endlich einen tragfähigen Schulterschluss mit den DAXen zur Weiterentwicklung der Stadt“, sagte Frau Paß-Weingartz. „Dass dabei die Themen Jungend, Bildung und Soziales im Vordergrund stehen, begrüßen wir ausdrücklich, der Ausbau der Beethovenstadt darf aber jetzt nicht vollends unter die Räder geraten. Das Ganze muss diesmal gründlich geplant werden. Wir gehen davon aus, dass der Rat für einen weitern Schnellschuss, wie der OB ihn andeutet, nicht zur Verfügung steht.“

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld