Festspielhaus: Pferd nicht wieder von hinten aufzäumen!

Die Bonner Grünen  haben die Verwaltung in einem Antrag für die  am kommenden Dienst tagenden Beiräte Festspielhaus und Beethovenhalle aufgefordert (s. Anlage), gemeinsam mit der DHL in Sachen Festspielhaus endlich die wichtigsten  Grundsatzfragen für den Betrieb eines `Festspielhauses´ zu klären, bevor erneut Ressourcen in Baufeld und Architektur eingesetzt werden. So sei  bisher ungeklärt, welche genaue Funktion ein neuer Saal in direktem Umfeld der Beethovenhalle überhaupt haben solle.  Zudem wisse heute niemand welchen Zuschussbedarf der Betrieb eines Festspielhauses in den nächsten Jahren erfordere und wer diesen finanziell sicherstellen solle.

 

Als `absurd´ kritisierten die Grünen zudem die Äußerungen von Stefan Eisel, Vorsitzender des Vereins Bürger für Beethoven, der die Forderung nach einer finanziellen Beteiligung der Stadt am Festspielhaus mit der Anspruch verknüpft hatte, dieses müsse dem kommunalen Zugriff entzogen bleiben.

 

„Es ist zwar eine positive Entwicklung , dass der Bau eines Festspielhauses in der Rheinaue nun auch offiziell ad acta gelegt worden ist, aber es macht doch auch im Umfeld der Beethovenhalle keinen Sinn, Baufelder zu bestimmen und Architektenwettbewerbe zu bezahlen, wenn bis heute nicht einmal geklärt ist, welche Funktion ein neuer Saal neben der Beethovenhalle eigentlich haben soll,“ sagte die kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Gisela Mengelberg. „Bis heute kann uns niemand auch nur annähernd sagen,  welchen Zuschussbedarf der Betrieb eines Festspielhauses in den nächsten Jahren erfordern wird und wer diesen finanziell verbindlich sicherstellen soll.“

 

So gäbe es bis heute weder eine vereinbarte Stiftungssatzung noch auch nur annähernd das notwendige Stiftungskapital. Besonders absurd sei  in diesem Zusammenhang die Position von OB Jürgen Nimptsch, der nicht müde werde, weitere drastische Einsparungen für die Bonner Hochkultur einzufordern und gleichzeitig beim Thema Festspielhaus neue Millionensubventionen durch die Stadt verspreche.

 

  

 

Als `absurd´ kritisierten die Grünen zudem die Äußerungen von Stefan Eisel, Vorsitzender des Vereins Bürger für Beethoven, der die Forderung nach einer finanziellen Beteiligung der Stadt am Festspielhaus mit der Anspruch verknüpft hatte, dieses müsse dem kommunalen Zugriff entzogen bleiben.

 

„Uns stellt sich die Frage, wie die Zusammenarbeit  mit Vereinsrepräsentanten fortgeführt werden soll, die zur Voraussetzung ihrer Mitwirkung solche Bedingungen  stellen“, sagte Frau Mengelberg.

 

Die GRÜNEN begrüßten die Absicht der Verwaltung, die Beethovenhalle gründlich und zügig zu sanieren.

 

 „Das ist derzeit die einzig realistische Option für 2020“, sagte Frau Mengelberg und mahnte gleichzeitig die inhaltliche Vorbereitung  für das Beethovenjahr an.

 

 „Wir bleiben bei unserer Überzeugung, dass die Qualität des Beethovenfestes sich in erster Linie an den Inhalten und nicht an den Steinen messen lassen wird!“

 

 Dazu müssten zügig  Bündnispartner in Bund, Land und Region gewonnen werden.

 

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