Festspielhaus: Politik nur als Zaungäste?

die an die Ratsfraktionen versandt wurde. Die Bonner GRÜNEN haben das scharf kritisiert und gefordert vor einer Entscheidung auch die Bürgerschaft zu beteiligen.

 

„Die Einladung lässt ´tief blicken`“, sagte die kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN Gisela Mengelberg. „Da wird ein Festspielhaus mitten in  Bonn geplant, in das Millionen aus öffentlichen Mitteln fließen sollen, für das die Stadt einen „Bauplatz“ inklusive der Beethovenhalle zur Verfügung stellen und für dessen Betrieb sie schließlich finanziell gerade stehen soll. Bei der Frage, welcher Architekturvorschlag dort realisiert wird, sind die VertreterInnen des Rates mithin der Bürgerschaft nur als Gäste vorgesehen.“

 

Die GRÜNEN wollen nun wissen, wer für diese Einteilung verantwortlich ist.„Klar ist“, so Frau Mengelberg. „Dabei kann es nicht bleiben.“

 

An der endgültigen Entscheidung soll aber auch die eigentlichen Mitglieder der Expertengremien offenbar nicht beteiligt werden. Die ist nach den bisherigen Planungen einem so genannten Auswahlgremium vorbehalten, das aus Vertretern der Post, der Telekom und der Postbank besteht.„Die Stadt soll dabei offenbar außen vor bleiben“, so die GRÜNEN:

 

Keine Rolle spielen soll bei der Architekturentscheidung offenbar auch die Bonner Bevölkerung, jedenfalls sind in den bisherigen Ablaufplänen keinerlei Bürgerversammlungen vorge-sehen.

 

„Ursprünglich sollte die Realisierung des Festspielhauses im Wesentlichen auf der Grundlage bürgerschaftlichen Engagements fußen“, erinnerte Frau Mengelberg. „Wer ernsthaft will, dass sich die Bonnerinnen und Bonner mit dem Projekt identifizieren, der muss sie auch endlich beteiligen. Wer sie lediglich finanziell abschröpfen will, der wird mit Sicherheit Schiffbruch erleiden.“

 

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