Festspielhaus: Von einer gesicherten Finanzierung des Festspielhausbaus kann leider keine Rede sein!

Die GRÜNEN haben das Ergebnis der Bemühungen zur Sicherung der Finanzierung eines neuen Festspielhauses, dass der OB am Morgen vorgestellt hatte, als enttäuschend bezeichnet. Von einer Klärung ` wie die Investitions- und Betriebskosten eines neuen Konzerthauses verbindlich und auskömmlich finanziert werden könne´,  wie sie der Rat einstimmig zur Voraussetzung für eine Weiterverfolgung des Projektes gemacht, könne leider keine Rede sein. Bleibe es bei diesen Voraussetzungen müsse der Rat die Verwaltung nun beauftragen, sich voll und ganz auf den bisherigen Plan B – die Ertüchtigung der Beethovenhalle – und die inhaltlichen Konzeptionierung des Beethovenjahres 2020 zu konzentrieren. „Nüchtern betrachtet liegt das verbindliche Ergebnis, das der OB vorgestellt hat, bei  32,5 Mio Euro (30 Mio. Post u. 2,5 Mio. Grießl) für den Bau des Festspielhauses, das bisher mit rund 100 Mio Euro veranschlagt wird“, sagte die GRÜNE Fraktionssprecherin Doro Paß-Weingartz. „Wer auf dieser Grundlage wie der OB Jürgen Nimptsch zu der Schlussfolgerung kommt´ Ab jetzt ist klar: Das Festspielhaus ist zu finanzieren`, der leidet  an Realitätsverlust. Daran ändert auch sehr respektable Bereitschaft von Herrn Grießl weiter im Rahmen seines Projektes um Unterstützung zu werben, wenig.“Spannend, aber bisher doch völlig unausgegoren sei der neue Vorschlag, einen Beethoventaler zur Finanzierung des Festspielhauses, für den die DEHOGA gerade stehen würde, einzuführen.„Die Finanzierung eines 25 Millionen-Euro-Kredites, wie sie Jürgen Nimptsch heute als ´Minimum` definiert hat, würde bedeuten, dass die DEHOGA – neben der geplanten Bettensteuer – in den nächsten 30 Jahren einen Betrag von ca. 45 Mio. Euro stemmt. Wir sind gespannt, ob diese Interpretation der Gesprächsergebnisse, die der OB ja im Alleingang geführt, bestätigt wird, “ so die GRÜNEN. Allerdings seien auch für  diesen  Fall erst 57.5 Mio Euro, also gut die Hälfte der erforderlichen Mittel zusammen.Die Vermengung von Finanzzusagen für die Baufinanzierung und den Betrieb, wie sie Nimptsch in seiner Presseerklärung vornehme (127 Mio. Euro) sei schlicht unseriös.„Tatsache ist, das man mit den zugesagten Mitteln von 47 Mio. Euro für den Betrieb derzeit etwas 900.00 Euro per anno  erzielen kann, “ sagte Frau Paß-Weingartz. „Also klafft auch bei der Finanzierung des Betriebes eine riesige Lücke.“ Sollte es bei dieser Grundlage für die Ratsentscheidung bleiben, soviel ist für die GRÜNEN klar, muss der Rat die Verwaltung im September beauftragen, sich voll und ganz auf den bisherigen Plan B, die Ertüchtigung der Beethovenhalle und die Erarbeitung eines inhaltlichen Konzeptes für das Beethovenjahres 2020, zu konzentrieren.

 

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