"Flucht verstehen" – erfolgreiche Veranstaltung

80 engagierte Menschen lernten am 17.11. im Haus der Bildung zahlreiche Details über Ursachen und Fluchtwege kennen. Bernhard Trautner vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik an der Universität Tübingen und Benjamin Etzold, wiss. Assistent am Fachbereich Geographie der Universität Bonn, brachten uns die zahlreichen Problemfelder und Zusammenhänge näher.

 

Die Fluchtwege sind kompliziert und lebensgefährlich, weil es für die bedrohten Menschen keine legalen Möglichkeiten gibt, sich in Sicherheit zu bringen. Auf dieser Grundlage blüht ein großer Markt für Migrationsunternehmer („Schlepper“). Wer aus Syrien flieht, muss oft große Umwege wählen und finanzieren. Die Gründe aufzubrechen sind vielfältig. Ein wesentlicher Anlass ist die scharfe Reduzierung der Finanzmittel für die bereits existierenden Flüchtlingslager der UN in der Türkei, Libanon und Jordanien.

 

Sicher ist, dass es sich nicht um eine vorübergehende Krise handelt – zumal Europa bisher gar nicht das Zentrum der globalen Fluchtbewegungen ist. Zu erwarten ist vielmehr, dass wir uns dauerhaft auf diese Entwicklung einstellen müssen, und nicht, wie in den 90er Jahren geschehen, bestehende Strukturen zur Unterbringung und Betreuung schnell wieder abbauen.

 

Der Arbeitskreis Flüchtlingspolitik der Grünen Ratsfraktion tagt öffentlich (s. Rubrik „Termine“ auf dieser Homepage) und plant weitere Veranstaltungen zu weiteren Themen.

 

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