Flüchtlinge

Kinder und Jugendliche unter den Flüchtlingen waren ein Schwerpunkt der Sitzung. Die Verwaltung berichtete im Ausschuss über das derzeitige Verfahren zum Kinderschutz in den Einrichtungen. Weitere Regelungen werden derzeit mit den freien Trägern abgestimmt und sollen im nächsten Ausschuss vorgelegt werden. . Für zukünftige Vormünder gilt nach Paragr. 72, SGB VIII bereits, dass ein polizeiliches Führungszeugnis und ein ärztliches Attest vorgelegt werden muss. Für junge Flüchtlinge, die in Familien untergebracht sind, gelten andere Regeln, hier ist eine Schulung Pflicht, es muss ein polizeiliches Führungszeugnis und ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Die erste Schulung wurde gerade abgeschlossen.Die größte Gruppe unter den jungen Flüchtlingen ist mit Abstand syrischer Herkunft, vor allem männliche Jugendliche der Altersgruppe 15 – 17 Jahre haben den Weg nach Deutschland gefunden. Beschult werden Flüchtlinge derzeit an 25 Standorten in 54 Klassen, die ungleiche Geschlechterverteilung führt zu Problemen einer paritätischen Besetzung der internationalen Klassen. Es wurden inzwischen auch an privaten Gymnasien zwei „Willkommensklassen“ eingerichtet, an städtischen Gymnasien inzwischen sechs Klassen.In erster Linie werden junge Flüchtlinge von den Berufskollegs aufgenommen. Wartezeiten auf einen Schulplatz können sich nach Auskunft der Verwaltung ergeben, da für jedes Kind nach individuellen Lösungen gesucht werde. So wird ermöglicht, dass z.B. Kinder, die in Mathe stark, aber noch schwach in den Sprachkenntnissen sind, frühzeitig am regulären Mathematikunterricht der Regelschulklasse teilnehmen können.

 

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