Gegen Mülltourismus aus Neapel

Zu Meldungen, dass die Landesregierung beabsichtigt, 69.500 t Hausmüll aus Neapel u.a. nach Köln und Bonn zu importieren, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Rat, Brigitta Poppe:

 

„Wir haben schon bei der damaligen Errichtung der Bonner Müllverbrennungsanlage (MVA) vor der Förderung von Mülltourismus und der Platzierung einer solchen Anlage in einem Talkessel gewarnt. Damals sollte uns weisgemacht werden, sie diene in erster Linie dem Entsorgungsbedarf unserer Stadt. Davon ist heute keine Rede mehr. Nachdem es uns gelungen ist, die ursprüngliche geplante Erweiterung der MVA um 70% zu verhindern, ist nun offensichtlich noch reichlich Platz für Müll aus Ländern, die ihre umweltpolitischen Hausaufgaben nicht machen wollen.“

 

Fraktionssprecher Karl Uckermann weist ergänzend darauf hin, „dass bei einem Müllimport aus Neapel wohl kaum von regionaler Zusammenarbeit, wie sie von den Befürwortern eines MVA-Ausbaus ins Feld geführt wurde, die Rede sein kann. Wer die Geschehnisse in Neapel verfolgt hat, wird zu der Erkenntnis kommen, dass die angestrebte Entsorgung von Müll aus Neapel keine provisorische Hilfeleistung ist, sondern eher dauerhafter Natur sein könnte. Der Anreiz die Probleme vor Ort durch eigene Anstrengungen und Müllvermeidung zu lösen, wird gegen Null gefahren.“

 

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