Gemeinsame Sitzung der Verkehrsausschüsse Bonn und Rhein-Sieg-Kreis: Einstimmig für Elektrifizierung der Voreifelbahn S 23

In Anwesenheit von Vertretern vom Nahverkehr Rheinland (NVR), der Deutschen Bahn AG und des Herstellers Alstom haben die Verkehrsausschüsse des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn in ihrer gemeinsamen Sitzung am 23. April 2015 im Siegburger Kreishaus getagt. Für den Nahverkehr Rheinland (NVR) waren die beiden Geschäftsführer, Herr Dr. Norbert Reinkober und Herr Heiko Sedlaczek anwesend und erläuterten die Ausschreibungsmodalitäten, die zur Vergabe der Eisenbahnbetriebsleistungen auf der S23 zwischen Bonn und Euskirchen geführt haben. Der NRW-Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG, Herr Reiner Latsch, und Herr Dirk Helfert (Leiter des Verkehrsbetriebes Rheinland der DB Regio GmbH ), die als Gewinner dieser Ausschreibung nun aktuell die Verkehrsleistung auf der S-Bahn-Linie S23 erbringen, stellten aus Ihrer Sicht die Gründe für das Desaster der letzten Wochen und Monate dar, und entschuldigten sich offiziell bei allen betroffenen Bahnkunden. Als Vertreter des Herstellerkonzerns stand Herr Dr. Martin Lange (Vorstand der ALSTOM Deutschland AG, Managing Director Transport für Deutschland und Österreich und Geschäftsführer der ALSTOM Deutschland GmbH) den Vertreterinnen und Vertretern der beiden Verkehrsausschüsse Rede und Antwort. Dem Antrag der Ratskoalition auf Elektrifizierung und Infrastruktur-Ausbau der Voreifelbahn S 23 Bonn – Euskirchen wurde mit den Stimmen sämtlicher Fraktionen in beiden Ausschüssen jeweils einstimmig zugestimmt. Hierzu teilt der Bonner Ausschussvorsitzende, Rolf Beu (GRÜNE), mit: „Es ist erfreulich, dass alle Beteiligten die Fehler erkannt und eingesehen haben und sich die Deutsche Bahn AG bei allen Betroffenen nun offiziell für diese Unannehmlichkeiten auf der S 23 entschuldigt hat. Nun heißt es aber nach vorne zu schauen und dieses Desaster als Chance zu nutzen, um bereits mittelfristig – und nicht erst zum Vertragsende im Jahr 2033 – eine wirkliche S-Bahn-Qualität zu erhalten. Denn bisher sind ja lediglich Haltestellenabstände und die Bezeichnungen wirklich S-Bahn-würdig.Um dieses Ziel zu erreichen haben wir gemeinsam als Koalition diesen Antrag gestellt und freuen uns, dass sich auch die anderen Fraktionen in beiden Ausschüssen, diesem Antrag anschließen konnten.“ Der Antrag ist unter dem folgenden Link zu finden: www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/15/1511025.pdfEin gleichlautender Antrag war auch von der Kreistagsfraktionen aus CDU, GRÜNE und FDP im gemeinsam tagenden Kreisverkehrsausschuss gestellt und dort genauso einstimmig ohne jede Enthaltung angenommen worden. „Diese jeweils einstimmigen Voten für die Elektrifizierung und den Vollausbau zur S-Bahn sind ein starkes Signal der Region, das NVR, DB, Land und Bund nicht ignorieren können“, so Rolf Beu, der auch bahnpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion NRW ist. 

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld