Gemeinschaftswohnen braucht gute beschützende Architektur

„Die Anlage strahlt eine ruhige, beschützende Atmosphäre aus – Das ist eine stimmige Architektur hier„ sagte  der OB-Kandidat der Grünen im Gespräch mit dem Ideengeber, Architekten und Investor Jürgen von Kietzell. Besonders gut gefiel dem OB-Kandidaten der Grünen der vom Bewohnerverein Karmelkloster finanzierte und verwaltete Gemeinschaftsraum. Von Kietzell betonte, dass ohne die 80%-Förderung des Landes der Gemeinschaftsraum nicht zustande gekommen wäre. Er bedauerte, dass dieses Förderprogramm nun entfallen ist. Das war Wasser auf die Mühlen der altenpolitischen Sprecherin und Vorsitzende der Bezirksfraktion Bad Godesberg Karin Robinet: „Die Chancen für die Kommune, die dadurch entstehen, dass Selbsthilfe an die Stelle städtischer Angebote trifft sind einen finanziellen Einsatz der Kommune allemal wert. „Deswegen soll die städtische Stiftung Bonner Altenhilfe dies unterstützen“, forderte sie. Gisela Mengelberg, Ratsfrau und grüne Direktkandidatin für Pützchen und die Initiatorin des Treffens, fragte nach dem Zusammenleben der Generationen und erfuhr von einer „Helferline“, mit der man über das Internet z.B. im Krankheitsfall um Unterstützung bitten kann. Auch Babysitten gehört dort zu den Selbstverständlichkeiten nachbarschaftlicher Hilfe, die nicht durch Regeln und Zwang, sondern aufgrund freiwilliger ungezwungener Begegnung entstehe.Diskussionspunkte waren auch die Finanzierung von Wohnprojekten, Energiesparmaßnahmen sowie das Verhältnis zu Politik (generell gut) und Verwaltung (verbesserungswürdig). Besonders kritisiert wurde, dass es zu überflüssigen Forderungen von Stellplätzen (mindestens 10 zu viel) und Gästeparkplätzen gekommen sei. Mitgenommen haben die Grünen, dass eine solche Architektur nicht von der Politik verordnet werden können, dass aber die Politik beispielsweise durch Bebauungspläne dafür sorgen kann, dass mehr solcher „Hof – und Platzsituationen“ entstehen. „Wichtig ist eine Architektur, die es ermöglicht unkompliziert Begegnung zu ermöglichen“ – war man sich einig. Von Kietzell gab den Grünen weitere wertvolle Informationen. „ Bonn kann noch viel von Kassel lernen. Dort spielen die Wohnungsbaugesellschaften eine aktive Rolle in der Modernisierung des Baubestandes. Die  zweite Miete wird durch massive Energiesparinvestionen gesenkt, während die Wohnungsbaugesellschaft sich dadurch refinanzieren, dass sie die Kaltmiete erhöhen können“ Gisela Mengelberg zog ein positives Fazit dieser Veranstaltung. „ Bonn und seine Stadtteile hat viele gute zukunftsträchtige Projekte. Über diese wollen wir uns gemeinsam mit unserem Oberbürgermeisterkandidat Peter Finger informieren und hieraus Anregungen für die weitere Ratsarbeit ziehen. Das sich das lohnt, zeigt die heutige Veranstaltung. Für Rückfragen: Karin Robinet, Tel. 0171/7878601 oder 213716 oder 8491-1722 (d.)

 

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