Gesamtschulen dürfen kein Stiefkind im Bildungssystem sein

„Die drei Gesamtschulen in Bonn leisten hervorragende Arbeit. Die Attacken von CDU und FDP gegen diese Schulen sind nicht gerechtfertigt. CDU und FDP verfolgen eine rein ideologisch motivierte Strategie, den Gesamtschulen das Leben schwer zu machen. Sie bedient alte Klischees und streut Unwahrheiten über die Leistungen der Gesamtschulen. Die Ergebnisse der Probeklausuren zum Zentralabitur waren an den Gesamtschulen unwesentlich schlechter als an Gymnasien. Dies ist eine hervorragende Leistung vor dem Hintergrund, dass Gesamtschulen einen größeren Anteil von Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen und benachteiligten Schichten zum Abitur führen. Nun sollen Gesamtschulen angebliche „Privilegien“ wie die Schulleitungsentlastung genommen werden. Dabei liegt die Schulleitungsentlastung an Gesamtschulen völlig im Rahmen aller Schulformen. Gingen die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschulen auf Haupt- und Realschulen und das Gymnasium, müsste das Land mehr Lehrerstellen für Schulleiterentlastungen zur Verfügung stellen als nun für die Gesamtschule.

 

CDU und FDP haben aus PISA nichts gelernt. Eine Schulform, die erfolgreich integrativ arbeitet, die sich im Zentralabitur und beim Mittleren Bildungsabschluss den gleichen Qualitätsstandards stellen muss wie die Gymnasien, hat jede politische Unterstützung verdient.“

 

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