Gesamtschulplätze in Bonn

Die Schaffung von zwei weiteren Eingangsklassen an Bonner Gesamtschulen wollte die SPD im Schulausschuss beschließen. Dieser Antrag wurde auch mit den Stimmen der GRÜNEN vertagt.Dazu die Schulausschussvorsitzende Doro Paß-Weingartz:“ Bonn hat jährlich einen großen Überhang an Anmeldungen in Gesamtschulen, aber das Problem liegt darin, dass vorwiegend Schüler*innen mit Hauptschulempfehlungen abgelehnt werden. Die Verwaltung hatte in einer Stellungnahme dargestellt, an welchen Gesamtschulen wie viele Kinder mit welchen Empfehlungen abgelehnt wurden. 112 Kinder wurden an Bertolt-Brecht, 100 Kinder an der Gesamtschule Beuel abgelehnt. Deshalb benötigen wir für eine Entscheidung, wo weitere Plätze geschaffen werden können, endlich die seit langem beschlossene Schulentwicklungsplanung. Denn zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwer abzuschätzen, ob und wo eine Erweiterung sinnvoll ist.“Die Schulausschussvorsitzende erwartet aber auch bei den Aufnahmen an den Gesamtschulen mehr Sensibilität seitens der Schulleitungen. Pass Weingartz:“ Wenn eine Gesamtschule nur wenige Kinder mit einer Hauptschulempfehlung, dafür aber sehr viele gymnasial empfohlene Kinder aufnimmt, fehlen anschließend vor allem die Plätze für nicht so leistungsstarke Kinder. Die Aufnahme von Kindern mit Hauptschulempfehlung beträgt in den letzten drei Schuljahren zwischen 3,51 % an einer Gesamtschule und 28,7% an einer anderen Gesamtschule.“Im Hinblick auf die SPD bemerkt die Schulausschussvorsitzende, dass diese auch nur aus der Oppositionsrolle Gesamtschulplätze fordert, wenn sie an der Macht war, hat die SPD massiv den Ausbau der Gesamtschulen verhindert.

 

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