Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge verbessern

Zur aktuellen Situation der Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge in Bonn erklären die fachpolitischen Sprecher/innen ihrer Fraktionen, Georg Goetz (CDU), Manfred Becker (GRÜNE) und Zehiye Dörtlemez (FDP):

 

„Bereits im November letzten Jahres hat der Rat die Verwaltung aufgefordert, Verhandlungen mit Krankenkassen aufzunehmen, um Flüchtlingen in Bonn eine Gesundheitskarte zur Verfügung zu stellen. Zur Zeit müssen sich Flüchtlinge im Krankheitsfall vor einem Arztbesuch zunächst an das Sozialamt wenden. Das bedeutet für die Betroffenen einen zeitraubenden, umständlichen Umweg und für das städtische Sozialamt einen höheren Verwaltungsaufwand. Seit unserer damaligen Antragsstellung ist in dieser Frage vieles in Bewegung geraten. Einige Krankenkassen wie z.B. die AOK Bremen/Bremerhaven zeigen Interesse. Die Bundesländer haben die Bundesregierung aufgefordert, hier eine bundeseinheitliche Regelung zu entwickeln. Die Landesregierung NRW hat unabhängig davon beschlossen, auf jeden Fall für Nordrhein-Westfalen die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Die Fraktionen von CDU, GRÜNE und FDP erwarten, dass jetzt zügig Gespräche mit Krankenkassen geführt werden, damit Bonn rechtzeitig für eine schnelle Umsetzung vorbereitet ist. Erfahrungen aus Bremen zeigen, dass eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge eine effektivere Krankenbehandlung gewährleistet und sich hierdurch auch erhebliche Kosten durch verringerten Verwaltungsaufwand einsparen lassen. „

 

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