Godesberger Grüne ausdrücklich gegen die Schließung unserer Schwimmbäder!

Nach den in den letzten Tagen aufgekommenen Presseberichten zur Sitzung des Bäder-Beirates am letzten Montag, wurde dieses Thema natürlich auch bei den Grünen im Ortsverband Bad Godesberg am gestrigen Mittwoch fleißig diskutiert.

 

 

Die einheitliche Meinung ist, dass wir ausdrücklich gegen die Schließung unserer Schwimmbäder in Bad Godesberg sind.

 

 

 

Die in Rede stehende Schließung der Freibäder in Rüngsdorf und Friesdorf ist unter allen denkbaren Gesichtspunkten unsinnig, weil sie nicht wirtschaftlich entschieden wurde. Wenn wir den Haushalt der Stadt konsequent sanieren wollen, dann führt an unternehmerischem Denken kein Weg vorbei. Das heißt konkret, dass wir die unprofitabelsten und ältesten Schwimmbäder ganz oben auf die rote Liste setzen müssen. Es sind diese schlecht ausgelasteten Schwimmbäder, wie z.B. das Viktoriabad, welche sich bei unseren Bürgern eher mäßiger Beliebtheit erfreuen. Diese Bäder operieren mit erschreckend niedrigen Kostendeckungsgraden von z.B. nur 24 % im Falle des Römerbades.

 

Die Schwimmbäder Rüngsdorf und Friesdorf schneiden in diesem Vergleich überdurchschnittlich gut ab: In unserem Rüngsdorfer Schwimmbad baden und erholen sich jährlich 71.000 Besucher, darunter viele internationale Gäste und z.B. auch die Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Die Internationalität Bonns als wichtiger Standortfaktor darf nicht durch Fehlentscheidungen der Verwaltung verspielt werden. Dass das Freizeitangebot der Bad Godesberger Bäder annähernd kostendeckend ist, zeigen die geringen Zuschuss-Quoten seitens der Stadt. Mit 4,50 Euro in Rüngsdorf und 4,83 Euro in Friesdorf pro Kopf pro Jahr kosten diese Schwimmbäder den Bonner Bürger vergleichsweise wenig Steuern (Ennertbad: 7,38 Euro, Frankenbad: 6,26 Euro).

 

Darüber hinaus wurden die Bad Godesberger Bäder in den letzten Jahren konsequent saniert. Diese Investitionen – also Steuergelder unserer Bürger – würden sich im Falle einer Schließung als Steuergrab erweisen. Der Sparansatz des Bonner Oberbürgermeisters würde sich damit in sein Gegenteil verkehren.

 

Ein Blick in die Haushaltsbücher zeigt jedoch die Absurdität der Diskussion. Im Jahre 2010 wird die Stadt Bonn ca. 400 Mio. Euro einnehmen. Ein Schwimmbad aufgrund eines Sanierungsbedarfes von gerade einmal 70.000 Euro für ein paar neue Fliesen komplett zu schließen, entzieht sich angesichts dieses deutlichen Missverhältnisses jedweder Logik.

 

Bevor der Oberbürgermeister dem höchstens verschnupften Patienten der Bonner Schwimmbäder den Totenschein ausstellt, müssen andere Pleite-Projekte auf den Prüfstand!

 

Der Vorschlag der Verwaltung, in einer Pauschallösung nur noch ein Hallen- und ein Freibad pro Stadtbezirk zu betreiben spiegelt die Hilflosigkeit und Inkompetenz der verantwortlichen Behörden wider.

 

Sinnvolle und leicht durchführbare Alternativlösungen, wie z.B. eine auf bestimmte nicht oder nur leicht beschädigte Schwimmbecken in Rüngsdorf begrenzte Öffnung oder eine mögliche Reduzierung der Personaldecke in den Bädern sind nicht mal angedacht worden.

 

Möglich wäre auch die Akquirierung weiterer Einnahmen durch Events wie Sommerfeste in den Freibädern, oder aber die Veräußerung eines Teils der Sportstätten am Friesdorfer Freibad.

 

Langfristig müssen jedenfalls auch alternative Betreiberkonzepte entwickelt werden. Das Monte Mare in Rheinbach ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass private Spaßbäder aufgrund der gestiegenen Attraktivität viele Besucher im Umkreis anlocken und somit profitabel betrieben werden können.

 

Die letzte Umfrage im General-Anzeiger war eindeutig: die Schließung von Freibädern ist für unsere Bürger am wenigsten attraktiv.

 

Um den weiteren Dialog mit unseren Bürgern zu suchen, befürworten wir Ortstermine mit unseren Bürgern. Dies ist unerlässlich, bevor irreversible Entscheidungen getroffen werden.

 

Für die Godesberger Grünen jedenfalls ist klar: der Wille unserer Bürger steht an erster Stelle. Dies sollte für die Verwaltung genauso zählen!

 

 

Für Fragen kann der OV-Vorstand wie folgt erreicht werden:

 

Sprecher:

 

 

Andreas Falkowski

 

Telefon: 0228 – 390 486 53

 

Handy: 0177 – 37 87 045

 

E-Mail: andreas(at)andreas-falkowski.de

 

 

Alexander Mein

 

E-Mail: alexander.mein(at)gmx.de

 

 

Beisitzer:

 

 

Klaus Zühlke-Robinet

 

 

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