Große Koalition beerdigt Gründerzentrum

Die GRÜNEN haben die Absage der großen Koalition an das lange geplante neue Gründerzentrum in Bonn im gestrigen Wirtschaftsausschuss scharf kritisiert.

 

?Die Notwendigkeit eines modernen Gründerzentrums in Bonn wurde von allen Seiten immer wieder betont?, sagte der GRÜNE Wirtschaftspolitiker Tom Schmidt. ?Leider hat die Verwaltungsspitze das Projekt über 3 Jahre hinter den Kulissen immer wieder torpediert?

 

Die GRÜNEN verwiesen in diesem Zusammenhang auf die Potenzialanalyse, die der Stadt im April 2005 vorgelegt war und auf wichtige Defizite beim notwendigen Strukturwandel hingewiesen hatte. Dort attestierten die Gutachter der Stadt im Gründerbereich einen erheblichen Nachholbedarf und wiesen darauf hin, dass es sich dabei um ein ?ausgesprochen wichtige Element künftiger Wirtschaftsförderung? handele.Auch die Stadtverwaltung hatte in ihrer Stellungnahme zur gestrigen Sitzung festgehalten, dass der Bedarf an Gründungsflächen vorhanden ist und ?wahrscheinlich künftig noch größer wird.??Allein für das Jahr 2006 konnten nur aus dem Bereich der Bonner Universität 10 potenzielle Ausgründungen identifiziert werden?, sagte Schmidt. ?Es ist zu befürchten, dass diese GründerInnen nun dorthin gehen, wo die entsprechenden Strukturen angeboten werden, wie dies in jüngster Vergangenheit schon passiert ist. Bonn geht damit entscheidende Dynamik in der Wirtschaftentwicklung verloren.?

 

Dabei sind nach Überzeugung der GRÜNEN in Bonn ideale Rahmenbedingungen vorhanden.So hatte der Entwickler des ehemaligen Zementfabrikgeländes, Jörg Haas, der Stadt angeboten, das Gründerzentrum  auf seinem Gelände unterzubringen.? Das wäre eine Superadresse für ein Gründerzentrum?, meinte Schmidt. ?Dort gibt es ein modernes Ambiente, dort entstünden sehr leicht Kontakte der GründerInnen zu bereits etablierten Unternehmen, die ihrerseits von den Innovationen der GründerInnen profitieren könnten.Der ?Clou des Angebots? so Schmidt sei, dass Haas der Stadt angeboten habe, jeweils nur die Flächen zu mieten, die sie für die GründerInnen tatsächlich benötige.

 

?Mit einem städtischen Eigenanteil von 200.000 Euro pro Jahr ließe sich ein Gründerzentrum betreiben, dass ein hervorragendes Aushängeschild für die Innovationskraft Bonns wäre?, sagte Schmidt. . Leider zeigt sich nun, dass die große Koalition auch in dieser wichtigen Zukunftsfrage nicht handlungsfähig ist und  das Handtuch wirft. Damit bleibt Bonn auf Sicht die  einzige Universitätsstadt in NRW ohne zentrale Angebotsstrukturen für GründerInnen.?

 

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