Großer Nachrüstbedarf beim städtischen Fuhrpark

Die Grünen haben eine Große Anfrage im Umweltausschuss (Sitzung am 21.4.) eingebracht, in dem sie den Anteil von und die Beschaffungsstrategie für schadstoffarme Fahrzeuge im städtischen Fuhrpark ermitteln wollen. Zwischenzeitlich hat die Stadtverwaltung dazu erste statistische Angaben im Zusammenhang mit der notwendigen Einrichtung einer Umweltzone in Bonn gemacht. Dazu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Rat, Brigitta Poppe:

 

„Der Umweltstandard der städtischen Fahrzeuge ist erheblich schlechter als im Gesamtdurchschnitt und damit eine schwere Blamage für eine Stadt, die sich als Klimastadt verstehen will. Bei den PKW werden fast doppelt so viele städtische Fahrzeuge (7,8%) im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt aller in Bonn gemeldeten Fahrzeuge  (4,1%) nicht in der Umweltzone fahren dürfen.

 

Noch skandalöser ist die Situation im LKW-Bereich. Während im Gesamtdurchschnitt 17,4% nicht in die Umweltzone dürfen, sind im städtischen Fuhrpark 44,8% der Fahrzeuge betroffen. Das beweist, dass die Beschaffungspolitik der Stadtverwaltung sich völlig unzureichend an geltenden und zukünftigen Umweltstandards orientiert hat.

 

Die Notwendigkeit eines Luftreinhalteplans, zu dem die Umweltzone als ein Element gehört, ist seit vielen Jahren aufgrund umweltgesetzlicher Vorgaben der EU bekannt. Sie kann also das städtische Flottenmanagement nicht wirklich überraschen. Warum also diese Untätigkeit, die sich nun rächt? Und wo bleibt die Vorbildwirkung der Stadt gegenüber privaten Unternehmen?“

 

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