GRÜNE bringen Ausbildungsoffensive in den Rat

?Die Ausbildungssituation ist auch im Bonner Raum eine der wichtigsten Herausforderungen in der Bonner Kommunalpolitik?, sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN, Monika Heinzel. ?Seit dem 30. September läuft die wichtige Nachvermittlungsphase. Deshalb muss der Rat jetzt aktiv werden!?

 

Nach dem  Entwurf der GRÜNEN  soll der Stadtrat noch einmal an die Ausbildungsbetriebe in der Stadt appellieren, über den bisherigen Stand hinaus weitere Ausbildungsplätze bereitzustellen.

 

?Wichtig wäre aber auch zusätzliche Praktikumsplätze mit Einstiegsqualifikationen?, sagte Frau Heinzel. ?Damit könnten wir noch mehr junge Leute fit machen für einen regulären Ausbildungsplatz.?

 

In einem 2. Block schlagen die GRÜNEN vor, dass die Verwaltung gemeinsam mit Vertretern von IHK, Arbeitsagentur und Gewerkschaften über geeignete Maßnahmen berät, um die Ausbildungssituation in der Stadt nachhaltig zu verbessern.

 

?Dabei sollen nicht nur die diesjährigen Schulabgängerinnen, die sich um einen Ausbildungsplatz beworben haben, in den Blick genommen werden, sondern auch die so genannten AltbewerberInnen, also diejenigen Menschen, die schon im letzen Jahr keinen Ausbildungsplatz finden konnten.,? sagte Frau Heinzel

 

Für das Maßnahmenpaket schlagen die GRÜNEN  Schwerpunkte vor

 

Dazu gehören:

 

– Bessere berufliche Integration von jungen Menschen, die zunächst im 8. und 9 Schuljahr keinen Hauptschulabschluss erwerben

 

– Besondere Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund insbesondere durch zusätzliche Sprachförderung

 

– Zusätzliche Möglichkeiten zur Unterstützung von berufsbildenden Schulen

 

– Zusätzliche Möglichkeiten begleitender Ausbildung zur nachhaltigen Vermittlung von Jugendlichen in Ausbildung und Unterstützung von Unternehmern mit verlässlicher Beratung

 

– Besondere Ansprache und Unterstützung von Unternehmern mit Migrationshintergrund

 

 – Möglichkeiten des Angebotes von außerbetrieblichen Ausbildungsangeboten

 

– Ausschöpfung des Integrationsbudgets

 

 Nach dem Vorschlag der GRÜNEN soll es aber nicht bei dem Appell  und Maßnahmenpaket bleiben. Die Stadt  soll auch selbst zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten.

 

?Wir wollen, dass die Verwaltung selbst die Zahl der bisher angebotenen Ausbildungsplätze noch einmal um 10% zu erhöht, ? sagte Fraktionsgeschäftsführer Tom Schmidt. ?Dabei sollen insbesondere Ausbildungen angeboten werden, die den Auszubildenden gute Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der Stadtverwaltung ermöglichen.?

 

Und weiter:

 

?Rat und Verwaltung sollten in Kooperation mit IHK, Arbeitsagentur und Gewerkschaften alles in ihren Möglichkeiten stehende tun, um für möglichst viele junge Menschen ein qualifiziertes Ausbildungsangebot zur Verfügung zu stellen. Wir sollten uns nicht damit abfinden, dass junge Menschen in unserer Stadt von den Schulen direkt in die dauerhafte Arbeitslosigkeit und damit in die Perspektivlosigkeit geschickt werden!?

 

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