Grüne drängen beim Haus der Bildung auf baldige Entscheidung

Die Grünen favorisieren den von einer Jury auf Platz 1 gesetzten Entwurf des Berliner Architekten Alexander Koblitz, weil dieser die Forderung „behindertengerecht und kundenfreundlich“ am besten erfülle. Zudem habe Koblitz seinen Entwurf positiv überarbeitet. „Er ist auf dem richtigen Weg“, sagte Beu und lobte, dass der Neubau am Mülheimer Platz/Münsterstraße kein Monolith mehr sei, sondern sich dem Denkmal Altes Stadthaus unterordne, indem er eine beige-gelbe Putzfassade und kleinteilige Öffnungen erhalte und die Proportionen des angrenzenden Altbaus aufnehme.

 

Zudem sei nach seiner Einschätzung der Koblitz-Entwurf preisgünstiger als der des Zweitplatzierten Jörg Springer, der unter anderem eine lange Behindertenrampe am jetzigen Eingang zum Alten Stadthaus vorsieht. Ob aber auch Koblitz mit den vom Rat vorgegebenen elf Millionen Euro für das Projekt auskommt, bezweifelt Schmidt: „Es wäre allerdings der absolute Wahnsinn, wenn wir das Haus der Bildung aus Kostengründen stoppen würden“. Beu fügte hinzu: „Wir schaffen hier schließlich Vermögenswerte für die Stadt.“

 

Ohnehin hatten die Grünen – vergeblich – gefordert, in dem Projekt neben Stadtbibliothek und Volkshochschule auch gleich das Stadtmuseum und die Gedenkstätte die für Bonner Opfer des Nazi-Regimes unterzubringen, in einem weiteren Neubau am rückwärtigen Windeckbunker. Unter www.gruene-bonn.de können sich Interessierte die Entwürfe fürs Haus der Bildung anschauen „und auch seine Meinung dazu abgeben“, betonten Schmidt und Beu.

 

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