GRÜNE für ?Masterplan Bonner City?

Die GRÜNEN sehen außerdem ein äußerst interessantes Potenzial für den Einzelhandel bei den Neuplanungen der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse am Friedensplatz.

 

?OB und Großer Koalition fehlt ein perspektivischer Gesamtansatz für die Entwicklung der Bonner City?, sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN, Monika Heinzel. ?Stattdessen machen sie jeden Monat eine andere Baustelle auf und erzeugen im Ergebnis unproduktiven Stillstand.?

 

Die GRÜNEN forderten stattdessen klare Prioritäten ein.?Wir müssen die Potenziale der Kerncity entwickelt und ausreizen, bevor wir darüber nachdenken, ob und welchen Stellen man die City sinnvoll erweitern kann?, sagte Frau Heinzel. ?Ein neues `Einkaufcenter Stadtwerke` jenseits des Berta-von-Suttner-Platzes ist in diesem Zusammenhang absolut kontraproduktiv.?

 

Die GRÜNEN  verwiesen dazu auf das Gutachten, das die Stadt zur Grundlegung eines ?Bonner Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes? in Auftrag gegeben hatte.?Dieses Gutachten fordert bestimmte Prinzipien ein, die eingehalten werden müssen, wenn das Konzept funktionieren soll. Nach diesem Gutachten gehört das Stadtwerkehausareal eindeutig nicht zum Kernbereich der Bonner City?, erklärte Frau Heinzel. ?Dass die OB nun in ihrem Beschlussvorschlag empfiehlt, das Gutachten an diesem zentralen Punkt zu ignorieren, zeigt exemplarisch die Konzeptlosigkeit ihrer  Politik. So sägt man schon an den Stützpfeilern des Zentrenkonzeptes, noch bevor es überhaupt beschlossen ist.?

 

Die GRÜNEN unterstrichen, dass in der Innenstadt weitere Flächen auch für den großflächigen Einzelhandel zu Verfügung gestellt werden sollten. Möglichkeiten gäbe es dazu neben der überfälligen Entwicklung des Bahnhofsvorplatzes und des Viktioriakarrees auch bei den Neuplanungen der Hauptgeschäftstelle der Sparkasse KölnBonn am Friedensplatz.

 

?Wir plädieren an dieser Stelle angesichts der  sonst notwendigen Asbest- und Brandschutzsanierung entschieden für einen modernen Neubau?, sagte Fraktionsgeschäftführer Tom Schmidt, der für die GRÜNEN im Verwaltungsrat der Sparkasse sitzt.?Das Gebäude ist aus unserer Sicht in seinem jetzigen Zustand nicht zeitgemäß und untergenutzt? meinte Schmidt. ?Unter einer repräsentativen Hauptgeschäftsstelle der städtischen Sparkasse stelle ich mir jedenfalls etwas anderes vor.?Aus Sicht der GRÜNEN ist in dem Gebäude durchaus noch großes Potenzial für Einzelhandel.

 

?Mit einer integrierten Planung ließen sich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen?, meinte Schmidt. ?Die Sparkasse könnte sich mit einem modernen Auftritt angemessen in der Bonner Innenstadt präsentieren, sie könnte von der Magnetwirkung eines attraktiven Einzelhandels profitieren, ihre Immobilie erheblich wirtschaftlicher nutzen und einen Beitrag für die Entwicklung der Bonner Innenstadt leisten. Schließlich liegt  das Sparkassengebäude im Gegensatz zum Stadtwerkeareal in integrierter Lage und würde die Entwicklung der City stärken, anstatt ihr Konkurrenz zu machen.?Unabdingbarer Bestandteil einer solchen Planung ist für die GRÜNEN die angemessene Unterbringung der SparkassenmitarbeiterInnen, die nicht mit dem direkten Kundengeschäft befasst sind, in Bonn.

 

Die GRÜNEN warnten die OB davor, ihre Stadtwerkehausplanungen jetzt ?im Schweinsgalopp durch den Rat zu jagen?. ?Damit würde die Oberbürgermeisterin erneut versuchen, gegen den Willen wichtiger kommunaler Akteure und vieler Bonner Bürgerinnen und Bürger ihren Kopf durchzusetzen?, so die GRÜNEN. ?Wir empfehlen stattdessen einen ?Runden Tisch Innenstadt? in dem ein Masterplan für die City im Konsens entwickelt wird. Alles andere ist zum Scheitern verurteilt und führt letztlich zum Stillstand. Den kann sich die Stadt nun wirklich nicht länger leisten.?

 

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