GRÜNE für Nachhaltige Verkehrslösungen in der Bonner Innenstadt

Die neuen Planungen zum Bonner Busbahnhof ZOB  vor dem Hauptbahnhof befinden sich noch in der internen Abstimmung. Für die GRÜNEN nehmen die Planungs- und Verkehrspolitiker Hartwig Lohmeyer und Rolf Beu Stellung: 

 

„Wir stehen vor der Entscheidung, wie wir den Verkehr in der City für die kommenden Jahrzehnte organisieren. Das bedarf gründlicher Abwägungen. Es ist aber überdeutlich, dass eine gute und nachhaltige Lösung für alle Verkehrsteilnehmer*innen nur gelingen kann, wenn wir uns von dem überholten Konzept des City-Ringes verabschieden. Es gibt intelligentere Konzepte als die Autofahrer*innen unsinnige Umwege zu den Parkplätzen kreisen zu lassen. Direktere Zufahrten zu den Tiefgaragen gekoppelt mit einem modernen Parkraumleitsystem können viel Luft für eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt verschaffen. Die Uni (Hauptgebäude Kurfürstliches Schloß) könnte besser in die City eingebunden werden, Fahrradfahrer*innen könnten endlich aus Richtung Südstadt/Poppeldorf durch die Innenstadt zum Rhein gelangen. Den privaten Autoverkehr aus dem Straßenzug Rathausgasse bis Hauptbahnhof rauszunehmen ist möglich. Parkhäuser und Hbf blieben mindestens genauso gut wie bisher erreichbar, nur eben auf anderen Wegen. Es bedarf nur ein wenig Mut, sich nicht länger am Althergebrachten festzuklammern, sondern sich neuen Konzepten zu öffnen. 

 

Der Oberbürgermeister befindet sich zur Zeit in Bogotá und will sich dort darüber informieren, wie ‚Bogotá es schaffte innerhalb von drei Jahren, sein Verkehrschaos in ein vorbildliches Modell für nachhaltigen Stadtverkehr umzuwandeln. Penalosa reformierte beispielsweise radikal das öffentliche Nahverkehrssystem in Bogotá, indem er großflächig eigene Bus- sowie Fahrradspuren einrichten ließ.‘ (Aus der Pressemitteilung des Oberbürgermeisters)

 

Wir sind zuversichtlich, dass die Erkenntnisse dazu beitragen werden, mit freiem Geist und frischem Wind die Verkehrsprobleme in Bonn anzugehen und zu nachhaltigeren, klima- und umweltfreundlicheren Verkehrslösungen zu  gelangen.“

 

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