Grüne im Stadtbezirk Bonn wollen mehr Artenvielfalt durch neues Grünflächenkonzept

Der Zwang zum Sparen kann auch Chancen bieten. Der Bereich der Grünflächenpflege ist einer der kostenintensivsten im Haushalt der Stadt Bonn. Eine Kostenreduzierung muss  aber nicht gleichzeitig eine „Verwilderung“ von grünen Flächen im Stadtbezirk bedeuten. Eine Extensivierung z.B. in Form von Wildwiesen ist sowohl eine Bereicherung für das Auge, für Insekten und Bienen und  ein erheblicher Beitrag für die Artenvielfalt mitten in der Stadt. Das Gärtnern in der Stadt, das sogenannte urban gardening durch Anwohner*innen  ist ein weiteres Beispiel dafür, wie bunt und kreativ – und dabei kostensenkend – Grüngestaltung in der Stadt funktionieren kann. „Eine eingeschränkte Diskussion darüber, welche Pflegestandards, in welcher Ecke der Stadt betrieben werden soll, die jetzt die SPD in ihrer Veranstaltungsreihe  „Grünes Quartier“ vor Ort durchführen will,  ist dabei wenig hilfreich und wenig innovativ“, so die Bezirksverordnete und stellv. Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe. Bei der Einteilung von Pflegestandards geht es u.a. darum, ob Rasen 2 mal, 3 mal oder 4 mal monatlich gemäht wird oder Laub 1 – 4 mal jährlich entfernt wird. Die Bezirksvertretung hatte auf Antrag der Grünen in ihrer Sitzung im September einen Antrag gestellt, der von der Verwaltung eine ökologische Ausrichtung der Grünflächenpflege erwartet. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen. „Wir wissen, dass auch in den anderen Stadtbezirken ähnliche Anträge beschlossen worden sind und erwarten, dass die SPD keine einseitige Stimmungsmache betreibt“, fordert Brigitta Poppe die SPD auf.www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/15/1512258AA9.pdf

 

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