GRÜNE in der Bezirksvertretung Bonn fordern baumschonende Lösung für den Alten Zoll

Durch die Intervention im Unterausschuss Denkmalpflege des GRÜNEN Ausschussmitglieds Werner Rambow, wurden Details zur geplanten Fällung der Bäume auf dem Alten Zoll bekannt.

 

Die Grünen in der Bezirksvertretung Bonn fordern, die bisherige Planung zu überdenken und zu einer Lösung zu kommen, die den Erhalt der Bäume sichert. Dabei sind nach Ansicht der Grünen durchaus andere Varianten möglich, die denkmalgerecht den Erfordernissen genügen.

 

Der GRÜNEN-Bezirksvertreter und Planungssprecher der Ratsfraktion Hardy Lohmeyer: „Die bisherige Planung für die erforderlichen Arbeiten auf dem Alten Zoll sehen sehr nach phantasieloser Hau-Ruck-Methode aus. An diesem Ort sind aber sensiblere Lösungen notwendig. So könnte es zum Beispiel ausreichen, dass der Boden nur in einem Streifen von ein bis zwei Meter Breite vor der Brüstung abgesenkt wird, um die erforderliche Brüstungshöhe zu erreichen. Damit könnte eine denkmalgerechte Sanierung erfolgen ohne, dass der gesamte Untergrund abgebaggert wird und damit die Wurzeln der Altbäume erheblich geschädigt werden. Das kann durchaus auch in einer Form realisiert werden, die einen barrierefreien Zugang zur Brüstung schafft. Wir regen an, die Diskussion fortzusetzen und nach einer behutsameren Vorgehensweisen zu suchen“.

 

Auch das GRÜNEN-Ausschussmitglied im Unterausschuss Denkmalschutz, Werner Rambow hat kein Verständnis für die geplante Vorgehensweise:

 

„Wir sollten abwarten, wie die alten Bäume die Bohrungen nach Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg vertragen und nicht im Vorfeld einen Kahlschlag durchführen. Das Wurzelwerk kann sich in einem gewissen Rahmen regenerieren. Ich fände es sinnvoller, man wartet ab, ob Bäume nach den Bohrungen krank und abgängig werden, als diese vorab zu fällen. Alte Bäume haben eine besonders positive Ausstrahlung und einen hohen ökologischen Wert, der nicht so leicht zu ersetzen ist. Es dauert Jahrzehnte bis junge Bäume groß und kräftig werden. Alleine wenn nur wenige Altbäume nach der Sanierung des Alten Zolls stehen bleiben, ist dies immer noch besser, als einen Kahlschlag durchzuführen“, so Werner Rambow.

 

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