Grüne: Konzeption gegen Kinderarmut endlich umsetzen

Dorothee Paß-Weingartz, Sprecherin der grünen Ratsfraktion:“ Die Zahl der von Armut bedrohten Kinder in Bonn wächst ständig. Sprach man vor 2 Jahren noch von ca. 8.000 Kindern, so sind es – nach sehr vorsichtigen Schätzungen – heute bereits ca. 10.000 Kinder. Es gibt kommunale Instrumente, um hier gegenzusteuern.“Laut Beschluss sollte die Verwaltung z.B. Gebührensatzungen überprüfen, eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe gründen, und in Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden die Konzeption erarbeiten.Paß-Weingartz: „Passiert ist nichts. Unsere Nachfrage vom August ergab, dass die Verwaltung nur entsprechend ihrer Kapazitäten an der Konzeption arbeite. Dabei hat der Rat bereits vor Jahren beschlossen, Kinder und Familie in den Mittelpunkt zu stellen. Dies scheint in der Verwaltung und bei der Oberbürgermeisterin nicht angekommen zu sein. Viele Kinder in Bonn werden im Stich gelassen, Kinder die für ihre Situation nicht verantwortlich sind.“Nach Auffassung der Grünen ist die Anhebung der HartzIV-Sätze für Kinder eine Notwendigkeit auf Bundesebene, aber Kommunen haben Möglichkeiten und Instrumente, vor Ort betroffene Kinder und deren Familien zu unterstützen. Die beiden großen Kirchen zeigen dies vorbildlich auf.Die Grünen hoffen nun, dass Bärbel Dieckmann als neue Chefin der Welthungerhilfe vielleicht auch verstärkt den Blick auf die Bonner Situation von Armut bedrohten Kindern richtet.

 

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