GRÜNE: Personalentwicklung muss neues Aufgabenprofil der Stadt widerspiegeln

Dazu haben sie für den heute tagenden Personalausschuss einen entsprechenden Antrag eingebracht (s. Anlage).

 

Guido Pfeiffer, personalpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Rat der Stadt Bonn:

 

?Die Aufgaben der Kommunalverwaltung der Stadt Bonn haben sich teilweise grundlegend verändert. So erfordert etwa die Umsetzung des Leitbildes einer klimagerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung, die Weiterentwicklung der Internationalen Stadt Bonn, die Priorisierung der Kinder- und familienfreundlichen Stadt, aber auch die Umstellung der finanziellen Steuerung der Stadtpolitik durch das Neue Kommunale Finanzmanagement neue Schwerpunkte und Kompetenzen. Eine moderne Personalentwicklung muss diesen Veränderungen Rechnung tragen. Angesichts der finanziellen Situation der Stadt und des vergleichsweise hohen Anteils der Personalkosten am Haushalt der Stadt Bonn, kann diese nicht durch eine Aufstockung oder einen einfachen Austausch des Personals gelöst werden. Die bisherige Herangehensweise, bei der im Wesentlichen beim Ausscheiden von MitarbeiterInnen überprüft wird, ob deren Stellen wieder besetzt werden oder zukünftig entfallen, ist kein ausreichender Lösungsansatz. Sie vermittelt den Eindruck einer planlosen, vom Zufall und Glück abhängigen Personalentwicklung. Für die gesamte Verwaltung müssen Zielvorgaben entwickelt werden, wie sich die Personalentwicklung in den Fachbereichen entwickeln soll, damit der Personaleinsatz die neuen Herausforderungen und die beschlossenen politischen Prioritäten angemessen widerspiegelt. Daraus müssen dann konsequent die Kriterien für die Neueinstellung, ggf. die Umsetzung von städtischem Personal verbunden mit den entsprechenden Qualifizierungs- und Fortbildungsprogrammen, sowie ggf. Umschulungen entwickelt werden.?

 

Personalentwicklung bedeute auch die gezielte Förderung der Beschäftigten, um derzeitige und zukünftige Aufgaben gut zu bewältigen. Damit dieser Prozess motivations- und persönlichkeitsfördernd auf die Beschäftigten wirke, gehören die Beschäftigungsbeteiligung, die Teamentwicklung und die Gesundheitsförderung ebenso dazu, so die GRÜNEN.

 

Gerade die Kommunalverwaltungen müssen sich auf Veränderungen einstellen. Diese Veränderungen  seien sowohl technischer Natur (z.B. die Weiterentwicklung beim eGovernment), als auch gesellschaftliche Natur (z. B. Bürgerbeteiligungen, Transparenz und Kommunikation).

 

?Wenn sich Kommunen diesen Anforderungen nicht stellen, werden sie die Aufgaben nicht lösen können, die auf sie zu kommen?, sagte Pfeiffer. ?Sie werden für die Bürger keine guten Serviceangebote entwickeln können, weil sie den gesellschaftlichen Entwicklungen und Wünschen, der modernen Lebenswelt der Bürgerinnen nur hinterher laufen.

 

Ein Rahmenkonzept zur Personalentwicklung muss nach Ansicht der GRÜNEN folgende Schwerpunkte beinhalten:

 

  • veränderte Arbeitsschwerpunkte, die sich durch neue Herausforderungen und politische Prioritätensetzungen entwickelt haben
  • das Leitbild einer klimagerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung die Weiterentwicklung der Internationalen Stadt Bonn
  • die Zielvorgaben für ein nachhaltige, auf derzeitige und zukünftige Fähigkeiten des Einzelnen und Aufgaben der Stadt ausgerichtete Personalentwicklung
  • die Rolle der Kommune als ein in seinen Technologien, Methoden und Prozessen moderner Dienstleister
  • Frauenförderung/ Migrantenförderung ? als integraler Bestandteil einer zeitgemäßen Personalentwicklung
  • Kommune als sozialer Arbeitgeber (Regelung von Familie/Beruf/Berücksichtigung von Schwerbehinderteninteressen)
  • Partizipation der Beschäftigten (Motivationsförderung, Teamförderung, Gesundheitsförderung etc.) 

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