Grüne schließen Abriss des Operngebäudes grundsätzlich aus.

Antrag sieht Beauftragung der Planungsphasen 1 und 2 für Instandsetzungsmaßnahmen zur Sicherung des Spielbetriebes vor.
Die GRÜNEN haben nach intensiven Diskussionen in Fraktion und Koalition einen Antrag in den Rat eingebracht, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll, die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen zu planen und durchzuführen, die den Spielbetrieb in Opernhaus und Kammerspielen in den kommenden 10 Jahren sicherstellt. Die GRÜNEN wollen Prüfaufträge, die einen Abriss des Operngebäudes vorsehen, nicht mittragen.

„Der Abriss des Opernhauses ist für uns schon aus städtebaulichen Gründen keine Option“, sagte Fraktionssprecher Hardy Lohmeyer. „Der Abriss dieses markanten Gebäudes in der Bonner Innenstadt und erst recht die mögliche Verwertung des Grundstückes mit dem Ziel der Gewinnmaximierung, um einen Teilbeitrag für den Bau eines Mehrspartenhauses in Bad Godesberg zu erwirtschaften, geht nach unserer Auffassung grundsätzlich in die falsche Richtung.“

Die kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN Dr. Ros Sachsse-Schadt sagte: „Wir sehen uns in der Verpflichtung den Spielbetrieb des Theaters Bonn im Opernhaus und den Kammerspielen sicherzustellen, so wie es der Rat mit den Intendanten vereinbart hat. Dazu gehört für uns zwingend die sofortige Beauftragung der Planungsphasen 1 und 2 für die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen. Nur so versetzen wir uns in die Lage rechtzeitig auf seriöser Grundlage zu entscheiden, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden müssen.
Die Prüfung des Neubaus eines Mehrspartenhauses halten wir auch aus finanziellen Gründen für verzichtbar. Es ist auch ohne eine intensive und kostspielige Prüfung erkennbar, dass wir uns damit in finanzielle Dimensionen begeben würden, die unsere derzeitigen Möglichkeiten bei weitem sprengen.“

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