GRÜNE sehen Festspielhauspläne sehr kritisch!

sagte die kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN Gisela Mengelberg. ?Im Zweifel wird das am Ende die Öffentliche Hand sprich die Stadt Bonn sein.?

 

Mengelberg nannte es ?erschreckend konzeptlos?, dass die so genannte Kulturkommission im letzten Jahr in langen Sitzungen zur ?Zukunft der Bonner Kultur? und  ?möglichen und notwendigen Einsparpotenzial? getagt habe, ohne dass das Projekt ?Festspielhaus? dabei irgendeine Rolle gespielt habe.

 

?Im Ergebnis haben wir dort schmerzhafte Entscheidungen getroffen, die nicht nur das Ende einer eigenständigen Tanzsparte in Bonn bedeutet haben, sondern mit denen auch das Beethoven-Orchester gerupft wurde. Am Ende sind dabei gerade mal knappe 3 Millionen herausgekommen?, sagte Frau Mengelberg. ?Jetzt soll mal eben nebenbei ein Projekt aus der Taufe gehoben werden, dass einen jährlichen Zuschussbedarf von 4-5 Millionen Euro brauche wird, das macht doch keinen Sinn.?

 

Die Vorstellungen, dass die Betriebskosten von einer Sparkassen-Stiftung aufgebracht würden, nannten die GRÜNEN ?naiv?. ?Entsprechende Beschlüsse der Sparkasse gibt es jedenfalls nicht und sie werden auch verantwortlicherweise nicht fallen?, sagte Frau Mengelberg.

 

Auch in Bezug auf die Spendenwilligkeit der Bausponsoren Telekom, Post  und Postbank hätten die Grünen gerne belastbare Aussagen auf dem Tisch der zuständigen städtischen Gremien.?Wir sind nicht so sicher wie entsprechende Pläne etwa  bei den Beschäftigten der Deutschen Telekom ankommen würden und durchsetzbar wären, die gegenwärtig mit nie da gewesenen Gehaltskürzungen und Stellenabbau bedroht werden.?

 

Die GRÜNEN forderten jetzt umgehend umfassende und detaillierte Informationen über den Stand der Dinge im Kulturausschuss.

 

?Da wollen wir konkrete Aussagen zu den finanziellen Zusagen und zum weiteren Vorgehen auch in Bezug auf die nötige Sanierung der Bonner Oper und der Zukunft der Beethovenhalle.?Frau Mengelberg: ?Dann wird die Diskussion hoffentlich wieder auf eine realistische  Grundlage gestellt. Wer sich die Schwierigkeit vergleichbarer Hallen in der Bundesrepublik in Bezug auf Auslastung und Finanzierung kennt, wird die Jubelchöre schnell auf ein sehr gedämpftes Maß herunterdimmen!?

 

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