GRÜNE setzen Startschuss für Lokale Energieagentur durch

„Für uns ist das ein ganz wichtiger Schritt, um den Begriff der kommunalen Klimapolitik tatsächlich mit Leben zu füllen“, sagte die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Brigitta Poppe. „Wir sehen ein riesiges CO2-Einsparpotenzial bei der energetischen Sanierung von Altbauten in Bonn.“

 

Die GRÜNEN verwiesen darauf, dass der Anteil der Altbauwohnungen in Bonn, die vor 1978 (also vor der Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung)  mit 120 725 Wohneinheiten enorm hoch sei. „Nach wie vor besteht hier ein enormer Sanierungsstau“, sagte Frau Poppe.  Wegen schlechter Wärmedämmung ist der Heizenergiebedarf von Altbauten mit 18 bis 30 Liter Heizöl je Quadratmeter gewaltig. Je höher die Energiekosten steigen, umso intensiver denken Hausbesitzer über eine effektive Wärmedämmung, eine neue Heizung oder über die Nutzung von Sonnenenergie nach.“

 

Hier soll die geplante Energieagentur ansetzen und ganz praktische Hilfe leisten.„Davon profitieren Eigentümer, Mieter und das örtliche Handwerk.“ so die GRÜNEN.

 

Zusätzlich zur Agentur wollen die GRÜNEN ein Förderprogramm für Energieeffizienz auflegen.„Hier kann mit geringen Mitteln viel zur Energieeinsparung und damit zum Klimaschutz beitragen“, sagte Frau Poppe. „ Das zeigen Erfahrungen aus anderen Städten. So hat etwa das Münsteraner Förderprogramm Altbausanierung beispielsweise in den letzten Jahren Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro im Münsterland zur Folge gehabt.“

 

„Angesichts der durch die Finanzkrise drohenden Auftragsflaute in vielen Bereichen der Bauwirtschaft sind diese Aufträge  auch wichtige Impulse für regionale Mittelstandsunternehmen“, so die GRÜNEN.

 

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