GRÜNE wollen Bürger an der Diskussion ums Festspielhaus beteiligen

?Die Diskussion um das Festspielhaus gestaltet sich bisher ziemlich bizarr?, sagte Fraktionssprecher Karl Uckermann. ?Normalerweise steht am Anfang eines solchen Vorhabens ein inhaltliches Konzept, eine Kernidee dessen, was das Profil eines Festspielhauses für Beethoven in Bonn ausmachen soll, eine Vorstellung davon, welchen Platz es in der internationalen Kulturszene tatsächlich einnehmen soll. In Bezug auf das Bonner Festspielhaus gibt es bisher nichts davon, es wird auch öffentlich nirgends diskutiert.?

 

Äußerst problematisch gestaltet sich nach Auffassung der GRÜNEN auch die Diskussion um die Trägerschaft und die Finanzierung der Halle.

 

?Auf der einen Seite wurde immer herausgestellt, dass eine solche Halle aufgrund der klammen öffentlichen Kassen nur das Ergebnis eines besonderen bürgerschaftlichen Engagements sein könne, hat auf der anderen Seite baut man bisher ausschließlich öffentliche Zuschüssen von Bund, Land und Sparkasse?, sagte Uckermann. ?Das ist schon ein eklatanter Widerspruch!?

 

Unklar bleibe auch bis heute, wer die Federführung bei den Verhandlungen zum Festspielhaus tatsächlich innehabe.

 

?In der öffentlichen Diskussion kann man durchaus den Eindruck gewinnen, das Ganze sei ein Privatunternehmen von Frau Hempel-Soos?, sagte  die kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Gisela Mengelberg. ?Andererseits reklamiert die Oberbürgermeisterin Dieckmann das Ganze auch gerne als ihren ganz persönlichen Leuchtturm für die Zukunft der Stadt Bonn. Es stellt sich schon die Frage, wer nun eigentlich die Verantwortung trägt und am Ende dafür auch einsteht??

 

In den Verhandlungen mit den Sponsoren für den Bau des Festspielhauses sei man offenbar in der Sackgasse.

 

?Während die Sponsoren in den letzten Wochen wiederholt klare Signale von der Stadt eingefordert hat, behauptet die Verwaltung gegenüber Rat und Ausschüssen, man kenne die genauen Pläne der Sponsoren ? über die bereits breit in den Medien berichtet wurde – bislang gar nicht?, sagte Frau Mengelberg. ?Da läuft man wirklich Gefahr sich öffentlich lächerlich zu machen.?

 

Die GRÜNEN fordern daher jetzt Klartext ein.

 

?Wir wollen gerne gemeinsam mit den Sponsoren und den interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutieren, was für die Profilierung der Beethoven-Stadt Bonn realistisch möglich ist?, sagte Frau Mengelberg. ?Was ist das inhaltliche Konzept, ist dazu ein neues Festspielhaus die Voraussetzung oder geht es auch mit der Kernsanierung der Beethovenhalle, was kostet das Vorhaben in Bau und Betrieb und wer soll letztendlich dafür gerade stehen? Diese Fragen stehen auf der Tagesordnung und das Ganze ist beileibe nicht nur ein kulturpolitisches Thema.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn die Unternehmen unserer Einladung folgen würden. Wir sind ganz sicher, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger gerne an der Diskussion

 

beteiligen würden!?

 

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