GRÜNE wollen Förderung neuer Wohnformen im Alter

?In Bonn entstehen seit einigen Jahren eine Reihe von neuen Wohnprojekten, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch gemeinschaftliche Wohnformen das selbstständige Wohnen im Alter zu fördern?, sagte die GRÜNE Sozial- und Bezirkspolitikerin Karin Robinet. ?Neben den bereits realisierten Projekten ?Weiberwirtschaft?, Amaryllis und Karmeliterkloster gibt es verschiedene neue Projekte, die vom Verein Wahlverwandtschaften Bonn e.V. in Bonn koordiniert werden. Eine Besonderheit dieses Vereins ist, dass hier gemischte Wohn-Eigentumsformen entstehen: Mieter und Wohneigentümer unterschiedlicher Generationen wohnen unter einem Dach.Wir halten das für zukunftsweisend und wollen das unterstützen.?

 

Aus Sicht der GRÜNEN  werden mit diesem Modell verschiedene gemeinnützige Zwecke unter einen Hut gebracht.So insbesondere – die soziale Durchmischung von Wohngebieten- flächensparendes Wohnen (vielfach werden Eigenheime und große Mietwohnungen an anderen Standorten in Bonn freigemacht)- gegenseitige Hilfestellung der Generationen, insbesondere auch Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch ?Ersatzverwandte?.

 

Ein Antrag der Initiative Wahlverwandtschaften Bonn e.V. an die Stadt Bonn auf Bezuschussung war kürzlich mit Hinweis auf die Haushaltslage der Stadt Bonn abschlägig beschieden.Frau Robinet: ?Das sollte nicht das letzte Wort sein.?

 

Stattdessen sollten, so die GRÜNEN, verschiedene Finanzierungswege und Haushaltstitel, nicht nur der Titel des Sozialhaushaltes, sondern aufgrund des Mehrgenerationenanspruchs auch Mittel der Jugendhilfe geprüft werden.

 

?Auch ist die Finanzierung aus Mitteln der Stiftung Bonner Altenhilfe als vom Haushalt unabhängige Institution aus unserer Sicht denkbar, ? sagte Frau Robinet.Sie verwies darauf, dass auch andere Städte solche Mehrgenerationenwohnprojekte förderten, so z.B. die Stadt Köln, die kürzlich ein entsprechendes Programm aufgelegt hat und die Grundmiete für Gemeinschaftsflächen bis zu einer Größe von 60m2 für die Dauer von 20 Jahren auf der Grundlage der Bewilligungsmiete für öffentlich geförderte Wohnungen nach Typ b (5.90?/m2) übernimmt.

 

Frau Robinet: ?Wenn wir auf die demographische Entwicklung eine Antwort geben wollen, müssen wir gerade angesichts der städtischen Finanzlage die Zusammenarbeit mit bürgerschaftlichen Engagement verfolgen.?

 

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