Hardtbergbad schließen? Nicht mit uns!

Zwei Leuchttürme will die Stadtspitze in Bonn erstrahlen lassen. Wer denkt da an Böses? Helfen doch Leuchttürme jedem Steuermann, das Schiff auch im tosenden Wasser und bei unklarer Sicht auf Kurs zu halten. Und dass die Steuermänner Nimptsch und Schumacher Leuchttürme brauchen, ist gewiss. Was sie mit dem Bäderkonzept den Bonnern und Bonnerinnen als die erleuchtende Idee präsentieren, ist dagegen ein Schlag ins Wasser.Die größte Verwirrung stifteten sie mit dem Vorschlag, das Hardtbergbad schließen zu wollen. Davon wäre nicht nur der Bezirk Hardtberg, sondern der gesamte Bonner Westen betroffen. Dieser Vorschlag ist schon deshalb unverständlich, weil er die Tatsache außer Acht lässt, dass die Bevölkerungszahl – dank der Neubauten – in Hardtberg stetig steigt. Außerdem ist das Argument des Oberbürgermeisters, die Besucherzahlen lägen unter den des Frankenbades, fadenscheinig. Es unterschlägt den Fakt, dass bestimmte Ausstattung des Bades, die Eintrittspreisregelung als auch die Anbindung an ÖPNV unterschiedliches Publikum anzieht.In der Tat braucht Bonn ein tragbares und vor allem bezahlbares Bäderkonzept. Um eine Entscheidungsgrundlage zu haben, ließ die Stadt extern Gutachten anfertigen. Keiner der früheren Vorschläge, auch nicht das Gutachten von Kim Adam, empfahl die Schließung des Hardtbergbades. Und das zu recht.Das Hardtbergbad ist das einzige Kombibad in Bonn. Es ist das einzige Bad in Bonn, in dem Fachangestellte für Bäderbetriebe ausgebildet werden. Das Bad ist im Unterschied zum Frankenbad oder der Beuler Bütt für Rollstuhlfahrer zugänglich. Schulen und die DLRG geben hier Schwimmunterricht. Im Hardtbergbad „residiert“ der Schwimm-Club Hardtberg 1968, der hier neben seinem Engagement im Breitensport, Wettkampfschwimmer trainiert.Den Plan, das Hardtbergbad zu schließen, weisen wir daher entschieden zurück. Die Frage, welches Angebot an Bäder-Infrastruktur und zu welchem Preis es in Bonn künftig geben soll, geht alle Bonner und Bonnerinnen an! Eine Bürgerbeteiligung ist daher ein Muss. Wer von Leuchttürmen spricht, sollte alle mit ins Boot holen.Im Namen der Fraktion der Grünen in der Bezirksvertretung Hardtberg und desOV der Grünen Hardtberg-Bonn WestJana Pinosová

 

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