Hardtberger Grüne unterstützen „Mieter contra Annington“

Am Dienstag, dem 17.April trafen sich die Hardtberger Grünen mit den Vertretern der Initiative M-c-A. Diese Abkürzung lösen mittlerweile alle Bonner Politikerinnen und Politiker spielend auf. Dabei ist die Initiative Mieter contra Annington erst ein paar Wochen alt. Wie Thomas Riedl und Thomas Krecké schilderten, gab eine anhaltende Empörung über den unzureichenden Service der Annington den Anstoß zum Zusammenschluss der Mieterinnen und Mieter in der Marie-Curie-Straße 2-22 auf dem Brüser Berg. Die im Februar gegründete Initiative informierte die Presse, holte sich Rat beim Mieterbund und konzipierte eine eigene Homepage, die ein großes Interesse auf sich zieht und unter www.mieter-contra-annington.de einzusehen ist. Konsequent war die Forderung der Initiative an die Politik, ihr Anliegen zu unterstützen.„Bei uns rennen Sie offene Ohren ein“, versicherte Christian Trützler, Sprecher des Ortsverbandes. Schließlich waren es die Grünen, die im Herbst 2010 einen Antrag auf die Einberufung einer Enquete-Kommission stellten, die sich mit den Folgen der Privatisierung des vormals öffentlichen Wohnungsbestandes befassen sollte.Was kann Politik tun? Die Frage nach den Handlungsmöglichkeiten der Politik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene ist wesentlich. Dass sie handeln muss, sei offensichtlich, betonte Rolf Beu, der Grüne Landtagskandidat. Die Möglichkeiten der Kommune seien allerdings sehr beschränkt, denn sie kann weder in den privaten Markt direkt eingreifen noch sei sie in der Lage durch einen gezielten Ausbau des eigenen Wohnungsbestandes den Wohnungsmarkt zu regulieren. Die Probleme, die M-c-A anspricht, sind eine Begleiterscheinung der Wirtschaftsweise fast aller so genannten Private Equity Fonds, die Wohnungen der öffentlichen Träger im großen Stil aufkauften, ohne genügend Mittel zur Verwaltung und Pflege der Wohnungen bereit zu stellen. Steigende Mieten bei gleichzeitiger Minderung der Wohnqualität ist ein Problem, das weitreichende Folgen hat und deutschlandweit Millionen von Menschen betrifft.Die Hardtberger Grünen unterstützen die Initiative in ihrem Bemühen, Öffentlichkeit und vernetzende Strukturen herzustellen, um „Annington & Co“ zur Erfüllung ihrer Service-Pflichten gegenüber ihren Mietern zu bewegen und um das Problem auf die bundespolitische Tagesordnung zu bringen. Jana PiňosováP.S. Hier findet sich ein Video zum Thema!

 

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