?Haus der Bildung? hat Priorität

?Die Verwaltung hat nun genügend Zeit gehabt, ein Modell zur Umsetzung des Ratsbeschlusses zu erarbeiten?, sagte Florian Beger, Ratsherr und Sprecher für Bürgerbeteiligung der grünen Ratsfraktion. ?Stattdessen wurde zu einer Projektbeiratssitzung eingeladen, zu der bis zum heutigen Tage immer noch keine entsprechende Beschlussvorlage für die Kommunalpolitik vorliegt?. Stattdessen solle der Ratsbeschluss nun, ein halbes Jahr später, wieder korrigiert werden. ?Wir  befürchten ist, dass die Verwaltung nun eine Sparlösung präsentieren wird, die die Gesamtkonzeption des ursprünglichen Entwurfs grundsätzlich gefährdet.?Darauf ziele der Vorschlag der Verwaltung die Gesamtkosten auf 11 Millionen Euro zu deckeln.

 

?Der Auftrag an die Verwaltung steht aber nach wie vor und besitzt unverändert Gültigkeit!?, so Beger weiter, ?Daher hat die Verwaltung ein Modell zu erarbeiten, das eine Zusammenführung der vier kulturellen Institutionen Stadtbibliothek, Volkshochschule, Gedenkstätte und Stadtmuseum im alten Stadthaus am Bottlerplatz vorsieht.? In diesem Zusammenhang weist Beger darauf hin, dass dieser Beschluss erst auf Druck einer Bürgerinitiative zustande gekommen sei, die Tausende von Unterschriften für eine solche Lösung gesammelt habe.

 

Beger:?Aus unserer Sicht wäre es zielführender, wenn es die finanzielle Lage der Stadt dadurch Rechnung trage würde, dass das Gesamtprojekt zeitlich gestaffelt wird, um so die Kosten auf unterschiedliche Haushaltsjahre zu verteilen. Um einen solchen Weg aber entwickeln zu können, braucht die Politik dringend verlässliche Zahlen und Fakten. Wir brauchen eine Kostenkalkulation, die sich auf das Gesamtprojekt bezieht, so wie es im Ratsbeschluss festgelegt wurde.?

 

In diesem Zusammenhang kritisieren die Grünen, dass die Sitzung des Projektbeirates ?Haus der Bildung? am kommenden Freitag nichtöffentlich stattfinden soll. ?Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, dass die Beratungen zu einem wichtigen Projekt für die Bonner Innenstadt transparent und öffentlich verlaufen?, meinte Beger.?Für Geheimniskrämerei gibt bei diesem Projekt keinen vernünftigen Grund!?

 

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