Haushaltspläne der Landesregierung gefährden die Integration von Geflüchteten

Nach Auffassung der GRÜNEN Ratsfraktion Bonn gefährdet der Landeshaushalt der schwarz-gelben Landesregierung für das Jahr 2018 die finanzielle Förderung der Flüchtlingsberatung in den nordrhein-westfälischen Kommunen. Landesweit ist eine Reduzierung der Mittel von rund 40 Prozent vorgesehen (17 Millionen Euro), wodurch eine weitgehende Zerschlagung der Beratungs- und Betreuungsstrukturen für Geflüchtete auch in Bonn droht.

Carlos Echegoyen, flüchtlingspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, sagt dazu: „Für uns konterkariert das die erfolgreichen Integrationsbemühungen in unserer Stadt. Die schwarz-gelbe Landesregierung gefährdet mit dem nun vorgelegten Haushaltsentwurf die soziale Beratung von Geflüchteten in Bonn. In unserer Stadt sind ca. 19,5 Stellen in der sozialen Flüchtlingsberatung in Gefahr. Das ist für uns nicht hinnehmbar“, so Echegoyen weiter.

Annette Standop, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion, ergänzt: „Auch wenn der aktuelle Zuzug niedriger ist als in den vergangenen drei Jahren, gilt es gerade jetzt, eine nachhaltige Integration der neu Zugewanderten sicherzustellen.  Soziale Beratung bleibt weiterhin unverzichtbar. Die geflüchteten Menschen brauchen nicht weniger Hilfe, sondern mehr Unterstützung und Beratungsangebote. Der Bedarf ist weiter enorm hoch.“

Echegoyen appelliert deshalb an die Landesregierung: „Die wertvolle Flüchtlingsarbeit vor Ort darf nicht durch den finanziellen Kahlschlag gefährdet werden. Fehlende Beratungsangebote werden mittel- und langfristig flächendeckende Auswirkungen auf die Flüchtlingsarbeit haben und zu weitreichenden Defiziten bei der Integrationsarbeit führen. Dies wird Konsequenzen für das Miteinander in Bonn mit sich bringen. Integration von Geflüchteten ist für uns gesellschaftlicher Konsens und darf nicht durch Kürzungen gefährdet werden.“

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