Hecken erhalten

Die GRÜNEN beklagen seit Jahren die Art der Heckenpflege in Bonn. Es werden Büsche, egal welcher Art, kurz über dem Boden abgeschnitten. „Hecken sind unglaublich wertvolle Biotope für Vögel und andere Tiere und stellen in unserer Stadt  ein unverzichtbares Biotop dar“, so die umweltpolitische Sprecherin Brigitta Poppe der Bonner Ratsfraktion der GRÜNEN.  In einem aktuellen Fall wurde eine Eibenhecke am Bonner Sportclub sehr stark zurückgeschnitten. Eiben gehören zu den heimischen Gehölzen und bilden rote Beeren aus, die Vögel sehr gerne verspeisen. (Der im roten Fruchtfleisch, welches sogar für Menschen essbar ist, liegende schwarze Kern ist jedoch sehr giftig. Für die Vögel ist das jedoch unerheblich, da sie den Kern nicht verdauen und durch ihre Ausscheidungen so für eine natürliche Verbreitung der Eibe sorgen.) Die Eibe gehört jedoch zu den am langsamsten wachsenden Gehölzarten. Daher ist es unverständlich, dass diese Hecke, die nun wieder viele Jahre brauchen wird, bis sie eine für Vögel und sonstige Kleintiere nötiges Ausmaß erreicht hat, so radikal heruntergeschnitten wurde.„Sollte aus Kostengründen ein solcher Heckenrückschnitt durchgeführt worden sein, ohne eine Betrachtung der Qualitäten für Natur und Umwelt, können wir ein solches Vorgehen nicht gut heißen“, so Brigitta Poppe. Bei entsprechenden einschneidenden Maßnahmen sollten Hecken naturschutzfachlich begutachtet werden.Hecken bieten nicht nur Schutz, Deckung und Nistplätze für Vögel und weitere Kleintiere sondern sie filtern auch Luftschadstoffe und Staub, sie bremsen den Wind und sorgen so für ein angenehmes Mikroklima und sie dämmen natürlich auch Straßenlärm oder Geräusche der Nachbarschaft ein.

 

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