Inklusion in Bonn auf den Weg gebracht

Nach der gemeinsamen Sitzung des Schul- und Sozialausschusses sowie dem Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie zum Thema inklusive Bildung in Bonn blieben zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention noch zahlreiche Fragen offen.Es gab zum einen den Bürgerantrag von „Gemeinsam leben, gemeinsam lernen“ sowie Änderungsanträge der Fraktionen zu dem Vorschlag der Verwaltung, wie in Bonn künftig verfahren werden soll.

 

Deshalb lud die Schulausschussvorsitzenden in der vergangenen Woche zu einem interfraktionellen Treffen ein, an der auch VertreterInnen von Gemeinsam leben, gemeinsam lernen sowie der Vorsitzende der Behindertengemeinschaft teilnahmen.Die Schulausschussvorsitzende Dorothee Paß-Weingartz:“ Die Verwaltung hat sich darauf hin die Mühe gemacht, alle Anträge in einer Synopse zusammen zu fassen. Diese Synopse war dann auch Grundlage der Diskussion, an der auch VertreterInnen von Gemeinsam leben, gemeinsam lernen sowie der Leiter des Schulamtes teilnahmen.“Alle Fraktionen zeigten sich äußerst kompromissbereit, so dass es zum Thema Inklusion einen gemeinsamen Antrag zum nächsten Rat geben wird.Dieser Antrag wurde im Rahmen einer Pressekonferenz am heutigen Freitag vorgestellt.So soll die Verwaltung einen Aktionsplan zur vorschulischen, schulischen und außerschulischen Inklusion entwickeln, unter Berücksichtigung eines umfassenden Inklusionsbegriffes, der neben Behinderung auch Migration und soziale Herkunft berücksichtigt. Dieser Ansatz stieß bei allen Beteiligten auf Zustimmung. Vor allem in den weiterführenden Schulen besteht Handlungsbedarf. Bisher werden behinderte und nichtbehinderte Kinder in Grundschulen, Gesamtschulen, Hauptschulen und einer Realschule beschult. Aber nach wie vor ist die Nachfrage nach diesen Schulplätzen erheblich größer als das Angebot. Vor allem in den Gymnasien besteht noch ein erheblicher Handlungsbedarf.Paß-Weingartz:“ Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist eine gemeinsame Aufgabe. Deshalb bin ich auch sehr froh, dass es darum kein Parteiengezänke gibt, sondern der Rat in diesem Punkt geschlossen auftreten wird.“

 

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