Inklusive Schulklassen: Verteilung auf alle Schulformen

Mit einem Änderungsantrag reagiert die schwarz-grüne Koalition auf die Proteste von Schulen bezüglich der künftigen Klassenfrequenzen in integrativen Klassen. Hatte die Verwaltung in ihrer ersten Stellungnahme die Anzahl der Schülerinnen und Schüler auf 28 festlegen wollen, so musste sie in ihrer 2. Stellungnahme auf 27 gehen, da es inzwischen einen entsprechenden Erlass des Schulministeriums gibt. Allerdings besteht weiterhin das Problem, dass in erster Linie die Gesamtschulen und die Hauptschulen Kinder mit Behinderung aufnehmen, während die Bonner Gymnasien sich fast nicht der Inklusion öffnen.Deshalb fordern CDU und Grüne die Schulaufsicht auf, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, die Kinder, die nicht auf die vorhandenen sonderpädagogischen Plätze verteilt werden können, vor allem auf die Schulen zu verteilen, die bisher die durchschnittliche Besetzung von 2 Kindern pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe nicht erfüllen.Die Sprecherin der Grünen Ratsfraktion Doro Paß-Weingartz und der schulpolitische Sprecher der CDU Martin Berg:“ Es kann nicht angehen, dass die Zwangszuteilung sich nur auf Gesamtschulen, Hauptschulen und Realschulen erstreckt. Die Bonner Gymnasien müssen sich für Kinder mit Behinderung öffnen, damit der Rechtsanspruch auf einen Regelschulplatz adäquat erfüllt werden kann.“Außerdem regt die Koalition an, dass die Schulaufsicht in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Schulträger eine sinnvolle und gerechte Lösung finden soll, dass Schulen, die die Zahl von zwei Kindern pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe überschreiten, weitere Stellenanteile erhalten sollten, um die zusätzlichen Aufwände auszugleichen. Es wäre zweckdienlich und gerecht, wenn diese Stellenanteile von Schulen abgegeben würden, die den Anteil von zwei Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe nicht aufnehmen.

 

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