Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung: Inklusion vorantreiben – Freiheitsrechte verwirklichen

Zum gestrigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderung schließt sich der Vorstand vom Kreisverband Bonn von Bündnis 90/DIE GRÜNEN ausdrücklich der Erklärung des NRW-Landesvorsitzenden Sven Lehmann an: „Wir Grüne haben unser Ziel einer inklusiven Gesellschaft weiterhin fest im Blick.“Der 3. Dezember ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenk- und Aktionstag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung schärfen und den Einsatz für Würde und Rechte dieser Menschen fördern soll.Aus Sicht des Landesvorstands erklärt Sven Lehmann: „Inklusion ist ein Menschenrecht und steht für eine Gesellschaft, die Teilhabe für alle garantiert und die Barrieren und Diskriminierungen abbaut. Unter mangelnder Inklusion leiden heute vor allem Menschen mit Behinderungen, denen in vielen Lebensbereichen ein selbstbestimmtes Leben nicht ermöglicht wird. In NRW leben rund 2,6 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Dieses Nordrhein-Westfalen hat in den nächsten Jahren große Herausforderungen zu meistern, um die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Die rot-grüne Koalition hat dem Thema Inklusion deshalb einen besonderen Stellenwert im Koalitionsvertrag eingeräumt. Mit dem Inklusionsplan „NRW inklusiv“, der bereits im Landtag beraten wurde, haben wir über 100 Einzelmaßnahmen aufgelistet, die wir nun beherzt und mit Augenmaß angehen werden. Inklusion bedeutet auch, Freiheit für diejenigen zu verwirklichen, die die Unterstützung der Gemeinschaft brauchen. Ein wichtiger Schritt ist dabei die barrierefreie Gestaltung öffentlicher Gebäude, die wir landesgesetzlich verankern wollen. Im Bereich Bildung ist der frühkindliche Bereich mit seinen Angeboten relativ weit entwickelt, deckt aber den vorhandenen Bedarf noch nicht ab. In der Schule wollen wir den Rechtsanspruch auf Inklusion in der Regelschule schnellstmöglich verankern, um Schulträgern und vor allem den Eltern Rechtsklarheit zu geben. Um die berufliche Teilhabe zu sichern, wollen wir die Rechte von Menschen mit Behinderungen stärken, Integrationsunternehmen ausbauen und ein persönliches „Budget für Arbeit“ einführen, das das Selbstbestimmungsrecht auf dem Arbeitsmarkt stärkt. Um den erfolgreichen Ausbau ambulanter Wohnformen fortzusetzen und das selbstständige Wohnen und Leben zu ermöglichen, muss der Kostenvorbehalt im Sozialhilferecht gestrichen werden. Julia Mayer und Martin Heyer, die SprecherInnen vom grünen Bonner Kreisverband ergänzen hierzu: „Das Ziel einer inklusiven Gesellschaft gilt selbstverständlich nicht nur für die Landespolitik sondern auch für unseren Bonner Kreisverband. Wir unterstützen den Landesverband bei seinen Bemühungen auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft und wir versuchen mit kleinen Schritten vor Ort, im Kreisverband und in den politischen Gremien, die Gedanken der Inklusion mit Hilfe von Maßnahmen und Gesprächen zu fördern, voranzubringen und in den Köpfen der Entscheidungsträger noch mehr zu verankern.“   

 

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