Jugendzentrum Flax in Beuel: Weiterentwicklung zum Haus der Vielfalt vor Ort

Die geplante erweiterte Nutzung des Beueler Jugendzentrums Flax sorgte in der gestrigen Bezirksvertretung im Beueler Rathaus für Aufruhr. Vor allem die Grüne Ratsfraktion wurde in einem anonymen Flugblatt heftig angegriffen.Hintergrund ist die Planung, das bisher städtische Jugendzentrum zu einem Haus der Vielfalt weiter zu entwickeln, das Kindern und Jugendlichen eine vielfältigere Nutzung als bisher ermöglicht.Die Grüne Sprecherin Doro Paß-Weingartz:“ Das Jugendzentrum hat bisher montags bis freitags bis 17:00 Uhr geöffnet. Vormittags sind die Kinder und Jugendlichen in der Schule, nachmittags viele in der OGS oder in Vereinen. Ein Jugendzentrum sollte dann geöffnet haben, wenn Kinder und Jugendliche es auch besuchen können. Das neue Konzept sieht  deshalb eine optimale Nutzung der räumlichen Ressourcen vor, z.B. Vormittags-, Abend- und Wochenendnutzung. Vormittags werden dort Angebote für Eltern wie z.B. Elternkompetenzkurse angeboten, es sollen schulübergreifende, außerunterrichtliche Angebote in Verbindung mit vorhandenen Ganztagsangeboten wie z.B. Schülercafé eingerichtet werden. Örtlich selbst organisierte Jugendgruppen wie Bands oder Theatergruppen sollen einbezogen werden und vor allem soll das offene Angebot an die veränderten Freizeitbedarfe von Schülerinnen und Schülern angepasst werden: das bedeutet, Öffnungszeiten im offenen Bereich ab 17:00 Uhr, sowie Abend – und Wochenend-Öffnungszeiten.“Getragen werden soll das Projekt von einem Trägerverbund aus Jugendfarm, Kleiner Muck e.V. und Diakonischem Werk, alles Akteure, die jetzt schon in Beuel vielfältige Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien machen.Paß-Weingartz:“ Wesentlich ist auch, dass alle Schulen in der unmittelbaren Umgebung, die Gartenschule, die Realschule Beuel, die Förderschule Gartenschule, die Paul-Gerhardt-Grundschule sowie die Kita Regenbogen und die städtischen Kitas Limpericher Straße und das Familienzentrum Am Stadion eingebunden werden.Entgegen der anonymen Behauptungen wird hier nicht an Kindern und Jugendlichen gespart, sondern die Verwaltung unterstützt das Konzept finanziell.Auch die in der gestrigen Bezirksvertretung geforderte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist längst geplant und seit langem Bestandteil der Konzeption. Die Verwaltung plant eine Jugendbürgerversammlung unter Beteiligung aller Betroffenen und Interessierten, in der das Konzept erläutert wird. In dem anonymen Flugblatt werden die Grünen bezichtigt, sie „schieben sich und „ihren“ Organisationen also mit voraussichtlicher Unterstützung weiterer Parteien selbst Geld in die Tasche. Dazu die Grüne Sprecherin:“ Die Jugendfarm und der Kleine Muck sitzen als Vertreter der Jugendhilfe im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie, wie auch das Diakonische Werk und viele andere Vertreter der freien Jugendhilfe. Jugendfarm und Kleiner Muck wurden auf Vorschlagsrecht der Grünen im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie benannt, sind aber in keiner Weise an die Grünen oder an deren Abstimmungen gebunden, anders als bei anderen Fraktionen, in denen die freien Träger einem Fraktionszwang unterliegen.“Allerdings bleibt festzustellen, dass die Vergabe von Verträgen und die Vorbereitung dazu alleiniges Geschäft der Verwaltung ist. Deshalb ist diese Unterstellung reine Stimmungsmache gegen das Konzept und gegen die Grünen und diskreditiert die sehr gute Kinder- und Jugendarbeit von Jugendfarm, Kleinem Muck und Diakonie.Die Grünen teilen die Auffassung der Verwaltung, dass an diesem Standort unter den zuvor genannten Rahmenbedingungen eine sehr günstige Konstellation gegeben ist, einerseits konzeptionell die sozialräumliche Arbeit eines Jugendzentrums im Zusammenspiel mit Schulen und Institutionen weiterzuentwickeln und andererseits die Kooperation und Zusammenarbeit verschiedener Träger und der beteiligten Fachämter völlig neu zu denken und auszuprobieren.Paß-Weingartz:“ Vorrangiges Ziel ist es, die vorhandenen räumlichen, personellen und professionellen Ressourcen bestmöglich im Sinne des inklusiven Gedankens auf ein chancengerechtes Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen in den beteiligten Institutionen und im Sozialraum zu nutzen. Dies ist keine Einschränkung der Jugendarbeit vor Ort, sondern eine deutliche Ausweitung.“

 

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