Kein Ozon in Bonn?

Mit einer Großen Anfrage zum Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz problematisieren die Grünen im Rat, dass es in Bonn keine Ozonmessungen mehr gibt. Dazu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen Brigitta Poppe:

 

„Vor einigen Monaten hat es eine Neuordnung der Zuständigkeiten im Bezug auf die Messung von Umweltbelastungen zwischen Land und Kommunen gegeben. Dabei hat die Stadt eigene Messstationen abgebaut, weil auf Messungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz verwiesen werden kann. Das Landesamt misst in Bonn aber nur Stickoxid und Feinstaub, nicht jedoch Ozon und SO2 (Schwefeldioxid). Die von Bonn aus nächstgelegenen Stationen sind in Simmerath (Eifel) und in Köln-Rodenkirchen und lassen aufgrund ihrer Entfernung und der spezifischen Bonner Topographie kaum Rückschlüsse auf die Situation in unserem Stadtgebiet zu.

 

Darum wollen wir von der Verwaltung wissen, wie der Wegfall solcher notwendiger Messungen begründet wird, ob sie Ansatzpunkte sieht, das zuständige Landesamt für solche Messungen zu gewinnen, und welche Möglichkeiten die Bürgerinnen und Bürger haben, sich über Ozonbelastungen in ihrer näheren Umgebung zu informieren. Aus unserer Sicht handelt die Stadt Heidelberg in dieser Hinsicht vorbildlich: auf ihrem zentralen Bismarckplatz werden ihre Bürgerinnen und Bürger über eine elektronische Anzeigentafel kontinuierlich und aktuell über die Schadstoffwerte informiert.“

 

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