Kein Tropenholz für die Oper

In einer neuen Stellungnahme teilt das Theater erneut mit, dass es zu den ca. 5.000 m² Gabunsperrholz keine Alternative gäbe. Nur dieses Sperrholz sei für den Kulissenbau geeignet.

 

Gertrud Smid, grüne Sprecherin im Bau- und Vergabeausschuss:? Die Stadt Bonn ist Mitglied im Klimabündnis und der Rat hat schon 1996 beschlossen, auf Tropenholz zu verzichten. Das gilt auch für das Theater. Wenn nach Meinung der Theaterwerkstätten Gabunsperrholz das am besten geeignete Holz sei, dann müssen sie eben auf das zweit- oder drittbeste Sperrholz zurückgreifen.?

 

Nach Auffassung der Grünen gibt es immer eine Alternative, die vielleicht nicht so optimal in der Verarbeitung ist, aber im Zuge der Klimadebatte müssten eben auch andere Rücksichten genommen werden.

 

Smid:? Der Raubbau im Regenwald von Afrika hat katastrophale Folgen für die Umwelt. Der industrielle Holzeinschlag heizt die Klimaerwärmung zusätzlich an, es werden große Mengen Kohlenstoff frei gesetzt. Mit diesem Argument werden die Grünen die Beschaffung dieses Holzes ablehnen. Wir erwarten einfach eine größere Flexibilität seitens der Theaterwerkstätten. Bühnenbilder lassen sich auch mit anderen Sperrhölzern bauen.?

 

Die Argumente der Verwaltung, durch mehrfache Anstriche bei anderen Hölzern würde eine unbrauchbare optische Wirkung entstehen wollen die Grünen lieber den Zuschauern der Oper überlassen.

 

Smid:? Ich glaube, kein Operngast würde den Unterschied wirklich bemerken.?

 

Stellungnahme der Verwaltung

 

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