Keine Atomtransporte durch die Stadt

Regelmäßig wird das Bonner Stadtgebiet von Zügen, beladen mit hochradioaktivem Material, durchfahren. So jetzt auch wieder in den vergangenen Tagen auf der Beueler Strecke. Die Verwaltung schätzt die Gefahr, die von diesen Transporten ausgeht, als nicht besonders dramatisch ein. Genehmigungsbehörde ist die Bezirksregierung Köln. Eine Information von bevorstehenden radioaktiven Gefahrenguttransporten erfolgt an die Stadtverwaltung nicht, da es hierfür eine Regelung auf Bundesebene geben müsste. Die Anzahl der Transporte, so die Verwaltung, ist jedoch erheblich. „Dieser Zustand, dass die eigene Stadtverwaltung keinerlei Informationen vorliegen, wann und wo ein Atomtransport durch die Stadt geführt wird, ist nicht hinnehmbar. Keiner weiß, was bei einem Unfall und einer Freisetzung von Radioaktivität passieren würde und ob und welche Sicherheitsvorkehrungen eingeleitet werden könnten. Das ist definitiv keine tragbare Situation. Wir fordern daher dringend die Große Koalition in Berlin und die Bundesumweltministerin auf, diese skandalöse Rechtslage der mangelnden Informationspolitik in Sachen Atomtransporte zu beenden. Wer sich den Atomausstieg auf die Fahnen schreibt, muss auch für die notwendige Transparenz in der Atomwirtschaft und die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Wir möchten keine hochgefährlichen Atomtransporte durch unsere Stadt“, so die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Brigitta Poppe.„Bereits im Oktober 2013 wollten wir im Rat ein Bündnis gegen Atomtransporte mit anderen Städten und Gemeinde beschließen. Leider hatten sich die CDU, der BBB und die FDP dagegen ausgesprochen. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass wir uns von der Atomenergie vollständig verabschieden und damit auch keine gefährlichen Transporte mehr durch unsere Städte und an nahegelegenen Wohnhäusern vorbeigeleitet werden“, so Frau Poppe.

 

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