Keine Tanzcompagnie – kulturpolitischer Offenbarungseid

Zum Scheitern einer geplanten gemeinsamen Tanzcompagnie der Städte Köln und Bonn erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Rat der Stadt Bonn, Gisela Mengelberg:

 

?Seit dem Sommer dieses Jahres existiert die Sparte Tanz in unserem Theater nicht mehr. Wir sind diesen für uns Grüne  sehr schmerzlichen Schritt im Rahmen der damaligen ?Ampelkoalition? mitgegangen, weil wir die Hoffnung hatten und es entsprechende Anzeichen gab, dass eine Rheinschienen-Tanzcomapnie der Städte Bonn/ Köln/ Düsseldorf zustande kommen würde. Die SPD sprach damals sehr vollmundig  davon, dass es, wenn nicht auf der ganzen Rheinschiene, dann auf alle Fälle eine Kooperation mit Köln geben werde. Jetzt gibt es dazu den Offenbarungseid des Kulturdezernenten: nichts gibt es.

 

Es gibt hier in Bonn ein ausgesprochen tanzinteressiertes Publikum. Dies zu halten und auszubauen kann nicht allein durch Gastspiele oder durch die Freie Szene gelingen.  Dafür bräuchten wir eine Compagnie, die auch vor Ort ihre Produktionen erarbeitet und aufführt. In anderen Städten mit einem 3-Sparten-Haus ist es der Tanz, der besonders das junge Publikum ins Haus bringt.

 

Man kann nicht zugleich ein ?Festspielhaus? wollen und zusehen, wie die Kultur vor Ort den Bach runtergeht. Eine Stadt die sich ein Festspielhaus mit allen Superlativen leisten will, sollte zumindest ein solches 3-Sparten-Haus vorweisen. Davon sind wir nun weiter denn je entfernt.?

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld