Keine Zirkusse mit Wildtieren

Im April 2012 hatte der Stadtrat einen Beschluss gefasst, dass Zirkusse die Wildtiere mit sich führen und zur Schau stellen, nicht auf dem Bonner Stadtgebiet gastieren dürfen. Dieser Ratsbeschluss wurde im Dezember 2013 gegen die Stimmen der GRÜNEN aufgehoben. Obwohl die GRÜNEN dringend für die Beibehaltung des Beschlusses aus 2012 plädierten. Es verwundert nun, dass sich OB Nimptsch bei dem soeben gastierenden Zirkus Charles Knie fotografieren ließ und damit die Umgehensweise mit Wildtieren in Zirkussen toleriert und unterstützt, obwohl er die damalige Rücknahme des Ratsbeschluss bedauerte und sich hinter vermeintlich verpflichtend rechtlichen Argumenten versteckte. Andere große Städte wie Köln, München, Stuttgart, Heidelberg, Potsdam, Schwerin und Siegen haben sich für ein Verbot von Zirkussen mit Wildtieren ausgesprochen und halten daran weiter fest. Auch andere europäische Staaten haben sich bereits der tierschutzgerechten Haltung angeschlossen und ein entsprechendes Verbot durchgesetzt, wie England, Dänemark und Finnland.„Aus tierschutzpolitischen und ethischen Gesichtspunkten ist es nur schwer zu ertragen, dass Wildtiere in Zirkussen oftmals in kleinen Käfigen gehalten werden und keine Möglichkeit haben, sich adäquat zu bewegen. Eine artgerechte Haltung ist im Sinne des Tierschutzes im Zirkus einfach nicht möglich. Wir werden uns weiter dafür stark machen, dass Wildtiere in Zirkussen nicht zur Schau gestellt werden dürfen und auf Bonner Stadtgebiet gastieren“, so die umweltpolitische Sprecherin Brigitta Poppe.Der Bundesrat hatte bereits 2003 einem Entschließungsantrag zugestimmt, wonach ein zentrales Zirkusregister eingeführt werden sollte und ein Haltungsverbot für Affen, Elefanten und Großbären gelten sollte. Das Zirkusregister wurde zwar inzwischen eingeführt, das Verbot ist jedoch an der damaligen schwarz-gelben Mehrheit im Bundestag gescheitert. Dieser missliche Zustand kann demnach nur durch eine Änderung des Tierschutzgesetztes auf bundespolitischer Ebene abgestellt werden.

 

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