Kennedybrücke: RadfahrerInnen nicht diskriminieren

Zur Verkehrssituation auf der Großbaustelle Kennedybrücke haben die Grünen einen Dringlichkeitsantrag in die Bezirksvertretung Beuel (Sitzung am 20.8.) eingebracht. Dazu erklärt der Bezirksverordnete Werner Rambow:

 

?Die Komplett-Sperrung eines 100 Meter langen Abschnitts auf der Beueler Brückenrampe für den Radverkehr kann für eine sich als ‚Klimastadt‘ verstehende Stadt keine Lösung sein, schon gar nicht für 1 ½ Jahre (bis Ende 2009), wie es die Stadtverwaltung beabsichtigt.

 

Richtig ist, dass zahlreiche VerkehrsteilnehmerInnen die Kennedybrücke mit ?unangemessener Geschwindigkeit? überqueren. Neu ist, dass Verkehrswege deswegen für alle, auch für angemessen fahrende VerkehrsteilnehmerInnen, gesperrt werden. Unangemessen schnell fahrende Autos waren bisher von solchen Maßnahmen jedenfalls nicht betroffen. Hier wären verstärkte kommunikative Anstrengungen von Nöten, statt es sich einfach zu machen und Verbotsschilder aufzuhängen. Wir Grüne meinen, dass FußgängerInnen und RadfahrererInnen aktiv das Klima schützen und rücksichtsvoll miteinander umgehen sollten. Dafür benötigen sie ihrerseits besonderen Schutz durch die städtische Verkehrspolitik.

 

Um die beengte Situation auf der Brücke für alle Beteiligten sicherer zu machen, schlagen die Grünen vor, den Wartebereich für FußgängerInnen und RadfahrerInnen an der Ampel auf der Bonner Seite zu verbreitern und zu prüfen, ob auf der Beueler Rampe eine der drei (!) Autospuren Richtung Osten während der Dauer der Bauarbeiten für den Radverkehr umgewidmet werden kann. Das könnte die Situation entspannen, ohne ausgerechnet klimaschützende RadfahrerInnen unangemessen zu diskriminieren.?

 

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