KiBiz: Grüne befürchten gravierende Auswirkungen auf Bonner Kindertageseinrichtungen

Die grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:? Alle Anregungen der freien Träger sind auf Landesebene nicht berücksichtigt worden. Über die anhaltenden Proteste von Eltern und ErzieherInnen hat sich die Mehrheit im Landtag einfach hinweggesetzt.?

 

Vor allem die Änderung der Gruppenpauschale hin zur Kopfpauschale wird vor allem kleinere Einrichtungen teuer zu stehen kommen und steht nach Auffassung der Grünen im krassen Widerspruch zum Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.Paß-Weingartz:? Wenn ein Kind mit dem dritten Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz hat, müssen Einrichtungen dafür Plätze freihalten. Tun sie dies, bekommen sie weniger Geld.?

 

Die Grünen werden diesen Konflikt im nächsten Ausschuss für Kinder und Familie thematisieren und dazu eine Große Anfrage stellen.

 

?Die Verwaltung sollte dem Ausschuss die konkreten Auswirkungen, personeller und finanzieller Art auf die Bonner Einrichtungen schildern. Wenn die Stadt z.B. durch den geringeren Eigenanteil der Kirchen Geld einspart, dann sollte den jetzt schon gebeutelten Elterninitiativen finanziell unter die Arme gegriffen werden, ? so Paß-Weingartz.

 

Die Bonner Elterninitiativen haben in Bonn von Anfang an die Betreuungsplätze geschaffen, die Eltern brauchten ? Ganztagsplätze und für Kinder unter 3 Jahren. Den einzigen integrativen Platz für ein behindertes Kind unter 3  bietet ebenfalls eine Elterninitiative.

 

Paß-Weingartz:? Die Stadt darf die Elterninitiativen jetzt nicht im Regen stehen lassen. Sie haben durch ihren Einsatz schon sehr früh zu einer vielfältigen Betreuungslandschaft in Bonn beigetragen.?

 

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