Kinder- und Jugendring Bonn überfinanziert

Für das, was der Bonner Kinder- und Jugendring bietet, ist er nach Auffassung der Grünen eindeutig überfinanziert. Damit schließen sie sich der Meinung der Verwaltung an, die die Zuschüsse stark zurückfahren will.

 

Die Sprecherin der Grünen Ratsfraktion Dorothee Paß-Weingartz:“

 

Ein Blick auf die Internetseite des KJRBs genügt – es gibt 3 Arbeitsgruppen (ohne Termine), 5 alte Termine und einen aktuellen – allerdings ist dies der Termin des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie sowie unter Neuigkeiten ein Mitteilung wegen der drohenden Kürzungen. Für diese Aktivitäten will der KJRB eine halbe Stelle plus Betriebskosten für die Geschäftsstelle – 32.600 Euro. Vergleicht man die Aktivitäten mit anderen Verbänden, die städtische Zuschüsse für ihre Arbeit erhalten, wie z.B. dem Kinderschutzbund oder dem Verband binationaler Familien, so wird auf den 1. Blick deutlich, was hier nicht geleistet wird.“

 

Selbst die Juleica – die Jugendleiterausbildung wurde seit 2008 nicht mehr angeboten.

 

Doro Paß-Weingartz erinnert daran, dass in Bonn viele Verbände ehrenamtlich arbeiten, wie z.B. auch die Stadtschulpflegschaft oder die Bezirksschülervertretung – diese erhalten von der Stadt ganze 500 Euro im Jahr für ihre Arbeit.

 

Die Verwaltung wollte bereits im letzten Jahr die Förderung einstellen, allerdings bekam sie im Ausschuss dafür keine Mehrheit, die freien Träger stimmten gegen die Kürzung.

 

Wir respektieren die Meinung der freien Träger, möchten diese aber auch bitten, doch genauer hinzuschauen. Überall in dieser Stadt arbeiten Menschen ehrenamtlich, ob mit jungen oder alten Menschen und die meisten bekommen überhaupt keinen Zuschuss. Einige Verbände erhalten für die Koordination der ehrenamtlichen Arbeit Zuschüsse, dort wird dann aber auch sehr viel angeboten. Und bei der immensen Verschuldung, die Bonn hat, sollte das Geld nicht aus tradierten Gründen weiterbezahlt werden, sondern im Ausschuss sollte für eine gerechte Verteilung der knappen Mittel gesorgt werden.“

 

Laut Verwaltung lässt auch das vorgelegte Konzept nicht erkennen, wie die eigentliche Aufgabe des Kinder- und Jugendrings Bonn als Lobbyist für die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit ausgestaltet werden soll.

 

Paß-Weingartz:“ Wir könnten uns allenfalls vorstellen, außer den Betriebskosten einen kleinen Beitrag für Verwaltungsarbeiten zu finanzieren – unter dem Vorbehalt, dass der Kinder- und Jugendring das tut, wozu er da ist.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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