Kinderarmut: Städtisches Konzept überfällig

Kinder aus einkommensarmen Familien haben erhöhtes Risiko einer ungünstigen Gesundheitsbiografie, ungünstigem Gesundheitsverhalten, psychosozialen Belastungen, Defiziten in der sozialen Kompetenz.Sozialer Status und Bildungsstand der Eltern haben nachweisbaren Einfluss auf Bildungserfolg. Diese Fakten des NRW Sozialberichtes treffen in vollem Umfang auch auf die Situation Bonner Kinder zu. Die grüne Fraktionssprecherin Dorothee Paß-Weingartz: ?Wir stehen mit unserer Forderung nach einer kommunalen Konzeption gegen Kinderarmut nicht alleine da. Auch die Wohlfahrtsverbände fordern auf Landes- wie auf kommunaler Ebene Konzeptionen gegen Kinderarmut. Es gilt, bestehende Hilfsangebote besser zu vernetzen und orientiert am Sozialraum ein möglichst umfassendes Hilfenetz zu organisieren. Dazu muss aber klar sein, was wo notwendig ist, und das ist originäre Aufgabe der Stadt.?

 

Die Bekämpfung der Kinderarmut muss nach Auffassung der Grünen der Mittelpunkt der lokalen Bemühungen werden. Dass jetzt seitens des Landes 330.000 Euro für Schulessen kommen, ist ein guter Anfang, aber noch nicht die Lösung des Armutsproblems.Kinder, die vom Armutsrisiko bedroht sind, müssen gezielt und individuell gefördert werden.

 

Paß-Weingartz:? Das pädagogische Personal in Kindergärten und Schulen muss für das Problem Kinderarmut sensibilisiert und qualifiziert werden, es müssen Wege gefunden werden, die Gesundheitsversorgung der Kinder zu sichern und diesen Kindern gleichberechtigte Chancen der Schulbildung zu gewährleisten. Für all diese Facetten der Kinderarmut ist eine Gesamtkonzeption für Bonn notwendig.?

 

Die grüne Fraktion hat einen entsprechenden Antrag zum nächsten Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie gestellt.

 

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