Kinderbetreuung: Ausbau muss weiter gehen

Im Rahmen einer Pressekonferenz machten die Sprecherin der GRÜNEN Doro Paß-Weingartz und die Sprecherin für Kinder und Jugend der CDU, Dr. Verena Lautz deutlich, dass es im Bereich des Ausbaus der Kinderbetreuung in Bonn noch keine Entwarnung geben könnte. Trotz der anstehenden Kommunalwahl müssten die Schwerpunkte von Verwaltung weiterhin im Bereich der Betreuung und der Bildung liegen.Doro Paß-Weingartz führt aus, dass bereits sehr viel getan wurde, so hätten sich die Plätze für Kinder unter 3 Jahren in dieser Ratsperiode mehr als verdoppelt. Beide betonen, dass das von der Politik in allen Bereich geforderte Monitoring des Amtes für Kinder, Jugend und Familie vorbildlich für die gesamte Verwaltung sei. Der Monitoring-Bericht informiert in jedem Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie über den aktuellen Stand der Ausbauplanungen und Vorhaben.Der U3 bleibt weiterhin Schwerpunkt, alle Klageandrohungen von Eltern, die Betreuungsplätze für ihre Kinder einforderten, konnten bis jetzt gelöste werden, indem Plätze angeboten wurden.Allerdings fehlen trotzdem Plätze für alle Kinder, so ist die Betreuungsquote für Kinder über 3 Jahre in Duisdorf bei 78,8%, in Mehlem gar nur bei 68%. Wenn Bonn allen Kindern gleiche Startchancen geben wolle, muss der Ausbau weiterhin forciert werden. Kritisiert wurde der oft so lang andauernde Prozess vom Beschluss zum Bau einer Kita bis zu deren Fertigstellung, hier fordern die GRÜNEN eine schnellere Realisierung von Bauten, indem z.B. Modulbauweisen erprobt werden.Positiv werden die Veränderungen durch den Referentenentwurf zur Fortschreibung des Kinderbildungsgesetzes beurteilt, durch das mehr Qualität in der Betreuung festgeschrieben wird.So wird es künftig eine Verfügungspauschale geben, diese kann für zusätzliches Personal wie z.B. hauswirtschaftliche Kräfte  eingesetzt werden. Bisher haben noch nicht alles städtischen Einrichtungen hauswirtschaftliche Kräfte, bisher wurden mit städtischen Geldern nur die Einrichtungen bedacht, die mehrere Gruppen mit Tageskindern führten. Ein weiterer Pluspunkt sind die 45 Millionen Euro, die das Land für das Programm Kita-Plus zur Verfügung stellt. Hiermit sollen Kitas, in denen viele Kinder von Eltern mit SGB II-Bezug angemeldet sind, besonders gefördert werden. Über die Verteilung entscheidet die Jugendhilfeplanung.Doro Paß-Weinartz: „Das Thema Kinderbetreuung wird auch die nächste Ratsperiode beschäftigten, durch den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder ab einem Jahr besteht trotz der bisherigen Ausbauerfolge weiterhin hoher Handlungsbedarf. Wir haben in Bonn viel erreicht, aber die Ziellinie ist noch ein gutes Stück entfernt.“

 

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